Deus ex Machina?

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– kann es sein, dass wir einen Parasiten freigesetzt haben, vor dem uns die alten Schriften eindringlich gewarnt haben 😉

Der Pilz Ophiocordyceps unilateralis, ist ein Parasit der die Gehirne von Ameisen manipuliert. Er nistet sich im Kopf des Tieres ein und manipuliert sein Verhalten ueber chemische Botenstoff, so dass es ihn an einen fuer seine weitere Verbreitung durch Sporen optimalen Platz bringt und dann stirbt (siehe Bild). Dieser Pilz manipuliert Ameisen anscheinend bereits seit mindestens 48 Millionen Jahren, wie man anhand von Versteinerungen mit typischen befallenen Ameisen festgestellt hat. Der Gedanke, ob es einen solchen Pilz bei Menschen auch gibt, ist natuerlich sehr reizvoll. Aber es muss ja nicht unbedingt ein Champignon sein, der uns aus dem Kopf waechst und offensichtlich chemische Botenstoffe ueber sein Myzel in den Hypothalamus oder sonst wohin troepfelt.
Bild: David Hughes

Ein Pilz der Gattung Ophiocordyceps hat das Gehirn einer Ammeise befallen, Bild: David Hughes, Penn State University

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Der siebente Zweifel

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– eine kleine theologische Betrachtung

Vor 37 Jahren kannte ich mal einen zwoelfjaehrigen Jungen, dessen Vater gerade tragisch ums Leben gekommen war. Ich war selbst noch ein Kind aber ich kannte die Familie gut und wusste, dass der Junge seinen Vater ueber alles geliebt hatte. Als ich ihm kurz nach dem Tod seines Vaters einmal auf unserem Spielplatz traf, fragte ich ihn, ob er sehr traurig sei. Er antwortete nein, er sei nicht traurig, er sei voller Hass. Ich fragte ihn, wen er hasse. Und er antwortete „Gott. Eines Tages werde ich Gott toeten. Wer so ungerecht ist und einen kleinen Jungen und seine Familie so sinnlos leiden laesst, der hat den Tod schon lange verdient.“ Ich war ueberrascht, denn ich kannte den Jungen eigentlich als einen sehr lieben und freundlichen Spielkammeraden, der dem Streit lieber aus dem Weg ging, oder eher versuchte ihn zu schlichten. Ich hatte ihn noch nie ueber Bestrafung oder Todesstrafe reden hoeren. Und dann gleich die Todesstrafe fuer niemand geringeren als Gott und auch noch in Selbstjustiz zu fordern, ueberforderte wiederum meinen kindlichen Horizont und ich ging ihm spaeter lieber aus dem Weg.

Die heilige Inquistion foltert einen Ketzer

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Die Entscheidung des alten Erfinders

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Oft frage ich mich, wie es passieren konnte, dass die grossen Errungenschaften der Antike wie die praezisen mechanischen Rechenmaschinen [1], einfache Dampfmaschinen [2], galvanische elektrische Batterien [3], Bibliotheken mit Bestaenden von hunderttausenden Werken, darunter grosse Werke der Philosophie, Mathematik, Medizin, Astronomie und der Ingenieurswissenschaften [4], also alles, was unmittelbar zur Industrialisierung haette fuehren koennen, fuer fast 2000 Jahre einfach verschwand und dann wieder neu erschaffen werden musste? Diese Frage beschaeftigt mich seit langem.

Jesus als Guter Hirte, frühchristliche Deckenmalerei in der Calixtus-Katakombe in Rom, um 250

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