EXIT INTERNATIONAL bietet sanfte Selbsttötungsmaschine zum 3D-Druck an

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Bildquelle: Exit International

 

Die internationale Organisation EXIT INTERNATIONAL, mit Zweigstellen in den Niederlanden, Grossbritannien, Australien und den Vereinigten Staaten, hat das Konzept einer Selbsttötungsmaschine aus dem 3D-Drucker veröffentlicht, die es allen Menschen auf der Welt ermöglichen soll, autark und möglichst human und würdig aus dem Leben zu treten.

Die Maschine namens ‚Sarco‘ wurde in der letzten Woche vom umstrittenen australischen Arzt Philip Nitschke der Presse vorgestellt. Sie wurde von der von ihm 1996 gegründeten Organisation EXIT INTERNATIONAL entwickelt. [1][2][3][4]

Der Hauptanteil des Bausatzes soll mit jedem größeren, kommerziellen 3D-Drucker herstellbar sein, so dass auch Menschen in Ländern, in denen kein Recht auf Euthanasie besteht, zum Beispiel in Deutschland, zugriff auf die Maschine und damit auf einen sanften Selbsttot haben. Dieser Aspekt macht die Maschine einzigartig und zu einem Hoffnungsschimmer fuer viele Menschen.

Die Maschine ist für Menschen gedacht, die zum Beispiel einer qualvollen Krebstherapie entgegen sehen, dieser aber lieber entgehen würden, wenn es eine Alternative gäbe, also einen humanen und relativ schmerzlosen Weg aus dem Leben. – Menschen, die den Ärzten entgehen wollen, bevor jene überhaupt die Gelegenheit bekommen, ihr breites Repertoir von verschiedenen Lebensverlängerungs-Techniken an dem schwerkranken Körper auszuprobieren. Nichts gegen den Berufstand der Ärzte. Ärzte sind großartig. Aber sie sind beim Thema Tod einfach ganz und gar die falschen Ansprechpartner. Schließlich schworen sie alle einen Eid, das Leben eines jeden Menschen zu erhalten und nicht zu beenden! Das eigentliche Problem ist aber, das heute einige Ärzte den Tod nicht mehr als letzte natürliche Lebensphase des Menschseins ansehen, sondern als eine Krankheit. Statt nachzulassen – d.h. eine sinnlose Behandlung sofort einzustellen und den Patienten körperlich für das Sterben vorzubereiten und dann seinem Seelsorger zu übergeben – legen manche aus dieser Fehlinterpretation des Phänomen Lebens sogar noch doppelt nach und quälen ihre Patienten mit lebensverlängernden Maßnahmen buchstäblich zu Tode.

Hier soll die Selbsttötungsmaschine ‚Sarco‘ helfen und dem Menschen einen humanen Weg in die letzte Phase seines Lebens ebnen, indem sie eine medizintechnisch einfach aufgebaute Fluchtmöglichkeit aus dem geregelten Medizinbetrieb bietet. Die Maschine besteht größtenteils aus großen Kunststoffschalen-Bauteilen, die nur mit größeren 3D-Druckern hergestellt werden können, zum Beispiel in entsprechend spezialisierten Betrieben als Auftragsarbeit. Dazu kommen dann noch eine Stickstoffgasflasche, ein Druckgasregler, ein elektrisch angesteuertes Magnetventil, vermutlich ein Sauerstoffsensor mit Digitalausgang, vermutlich ein Arduino oder Raspberry Pi Computer mit einem Erweiterungsboard für ein Schaltrelais. Dazu eine entsprechende Software mit einem Verschlüsselungsalgorithmus. Alle 3D-Druck-Bauteile sowie die Software für den Steuercomputer sollen als Open-Source-Daten aus dem Internet zum Downloaden zur Verfuegung gestellt werden. Damit ist es möglich, vorbei am mächtigen Medizinbetrieb und dessen Kontrollmechanismen auf rationale und humane Art und Weise für wenige tausend Euro aus dem Leben zu treten.

In einer luftdichten Kammer, gerade so groß wie ein Sarkophag, in die sich der Selbsttötungswillige begibt, wird durch geregelte Zufuhr von Stickstoff der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre auf ca. 5% reduziert. Dies führt nach etwa einer Minute zu einer Ohnmacht ähnlich wie beim Ausfall der Sauerstoffversorgung in der Druckkabine eines Verkehrsjets. Ein sanfter Tod tritt dann nach etwa fünf Minuten ein.

Der Selbsttötungswillige verschließt vorher die Kammer selbständig von innen und löst dann den computergesteuerten Stickstoffregler und die programmierte Selbsttötungssequenz ebenfalls selbst von innen per Knopfdruck aus.

Die Maschine besteht aus zwei Teilen: der obere Sarkophag, der auch als Sarg zur Beerdigung des Toten dienen kann, denn er ist komplett abnehmbar. Dazu kommt der untere Teil für die Technik, in dem sich die Stickstoffgasflasche, der Druckregler, das Ventil und die Ansteuerung für die Regelung des Stickstoff- zu Sauerstoffverhältnisses befinden.

Damit die Maschine nicht von psychisch verwirrten Menschen oder aufgewühlten Teenagern für einen vielleicht vergleichsweise unüberlegten Suizid missbraucht werden kann, ist die Steuerungssoftware des ‚Sarco‘ codiert und kann nur per Internet freigeschaltet werden. Dazu muss zunächst auf einer Webseite der Organistion EXIT INTERNATIONAL ein psychologischer Test bestanden wurde. Dem Selbsttötungswilligen wird dann ein Code mitgeteilt, den er selbst am ‚Sarco‘ eingeben muss, um ihn scharf zu schalten, bevor er die Selbsttötungssequenz starten kann.

Ende.

Ist der ‚Sarco‘ ein Segen oder eine Monstermaschine? Was meinen Sie? Kommentare erwünscht.

Quellen:

[1] https://exitinternational.net

[2] https://www.alternet.org/news-amp-politics/high-tech-suicide-machine-makes-death-painless-peaceful-optimal-way-go?utm_content=buffer873ff&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

[3] http://www.ibtimes.co.uk/new-suicide-pod-humans-comes-built-coffin-1649284

[4] http://www.foxnews.com/tech/2017/11/27/suicide-machine-harnesses-3d-printing-technology.html

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