Wie wir am besten das Klima retten

Ich habe, wie viele meiner Berufskollegen (Ingenieure), lange darüber nachgedacht, wie wir das Klima am besten retten können. Ich habe mich mit Maßnahmen der Reduzierung des CO2-Ausstoßes beschäftigt, mit Methoden, das CO2 in der Atmosphäre im Ozean zu speichern oder im Gesteinsuntergrund. Selbst mit weltraumgestützten Methoden zur großflächigen Abschattung der Erdoberfläche, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren, habe ich mich beschäftigt.

Doch nun – HEUREKA! – bin ich auf die Lösung gestoßen. Sie war so trivial, dass ich sie jahrelang übersehen habe, obwohl ich mich auf anderen Gebieten mit Wärmeübertragung beschäftige (wie konnte ich es nur übersehen, ich musst mir wirklich einmal gegen die Stirne klatschen):

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Dies ist das Stefan-Boltzmann-Gesetz. Es beschreibt die Wärmeabstrahlung eines physikalischen Körpers in die Umgebung. Die Erde ist ein physikalischer Körper, also will ich einmal ausrechnen, welche Wärme sie in den umgebenden Raum abstrahlt:

T ist die durchschnittliche Temperatur der Erde von ca. +14°C (statistischer Schätzwert, niemand kennt die durchschnittliche Temperatur der Erde genau!) oder 287 Kelvin (273 Kelvin entspricht 0°C). A ist die Oberfläche der Erde von 510.100.000 km², also rund 510 Millionen Quadratkilometern, oder 510,1 · 10¹² m² (dieser Wert ist genau). σ ist die aus Experimenten sehr genau bestimmte Stefan-Boltzmann-Konstante von 5,67 e-8 W/m2K4 und ε ist der temperaturabhängige Emissionsgrad der Erde, der irgendwo geschätzt zwischen 0,85 (helleres Gestein) bis 0,98 (Maximum für Wasser) liegt (niemand kennt diesen Wert für die gesamte Erde genau). Ich nehme mal den ungefähren Mittelwert von 0,93 an, obwohl das wahrscheinlich zu wenig ist, weil die Erdoberfläche zu zwei Dritteln aus Wasser besteht.

Damit ergibt sich eine Wärmeleistung von P = 0,93 · 5,67 e-8 W/m2K4 · 510,1 · 10¹² m² · (287K)^4 = 1,8e17 W oder 182 Millionen Gigawatt, was der Anzahl von 182 Millionen atomaren oder fossilen Großkraftwerken entspricht, oder pro Tag (86400 Sekunden) einer Energie von 1,6e22 Joule oder 380.000 Wasserstoffbomben von 10 MT Sprengkraft (10 MT hat 4,2e16 J).

Also, das Stefan-Boltzmann-Gesetz erklärt uns, dass die Erde sich pro Tag mit der Wärmeleistung von 380.000 großen Wasserstoffbomben ABKÜHLT (nicht aufheizt). Diese Wärmeenergie wird von der Erde jeden Tag in den Weltraum abgegeben. Selbstverständlich wird gleichzeitig pro Tag dieselbe Wärmemenge auf der sonnenzugewandten Seite der Erde durch das Sonnenlicht zugeführt, was die Erde ja überhaupt in ihrem mittleren Temperaturgleichgewicht von geschätzten +14°C hält. Ja, es ist wahr: die Sonne bombardiert die Erde jeden einzelnen Tag mit der Energie von dreihundertachtzig tausend (!) zehn Megatonnen (!) Wasserstoffbomben, um sie auf vierzehn Grad Celsius zu halten. Die Erde ist halt riesig und der Weltraum ist kalt. – Sie ahnen wahrscheinlich schon, worauf ich hinaus will.

Wenn die Temperatur auf der Erde sich nun durch die Zunahme von CO2 in der Atmosphäre und den prognostizierten resultierenden Treibhauseffekt um 1°C aufheizen würde, also von +14°C auf +15°C Durchschnittstemperatur, dann muss man in die obige Formel 288K statt 287K einsetzen und die Wärmeleistung erhöht sich um den Faktor 288^4/287^4 = 1,014 von 1,8e17 W auf 1,825e17 W, also erhöht sich die Wärmeabfuhrleistung um 0,025e17 oder 2,5e15 W oder 2,5 Millionen Gigawatt. Also nimmt die Wärmeabfuhr der Erde dann mit der Leistung von 2,5 Millionen atomaren Großkraftwerken zu.

Bei einer Temperaturerhöhung um 1°C werden am Tag 2,5e15 W · 86400 s = 2,16e20 Joule (1 Joule = 1 Ws) mehr in den Weltraum abgegeben als vorher, was einer Wärmeenergie von 5142 großen Wasserstoffbomben von 10 Megatonnen Sprengkraft entspricht (1 kT = 4,2e12 J und 1MT = 4,2e15 J) oder der Wärme von 2,5 Millionen Großkraftwerken über den ganzen Tag verteilt.

Umgekehrt gedacht, müsste die Menschheit jeden einzelnen Tag und 365 Tage im Jahr 5142 (!) Wasserstoffbomben von 10 Megatonnen (!) zünden oder alternativ 2,5 Millionen (!) neue atomare Großkraftwerke betreiben, um die Temperatur der Erde im Durchschnitt um etwa 1°C zu erhöhen. Tut sie das nicht wird die Temperatur über das Stefan-Boltzmann-Gesetz in einem niedrigeren natürlichen Gleichgewicht gehalten, was neben vielen starken Faktoren (v.a. Albedo der Erde, Ozeane als Wärmespeicher, Sonnenzyklen, Umlaufbahn der Erde, Wasserdampf in der Atmosphäre, Methangas aus den Permafrostböden) auch ein wenig vom CO2-Gehalt der Atmosphäre bestimmt wird, an dem die Menschheit wiederum einen Anteil von etwa 3 bis 4 Prozent (Schätzungen) leistet.

Wir haben oben in unserem denkbar einfachsten Modell der Erde (Stefan-Boltzmann-Wärmeabstrahlungsgesetz) gesehen, dass für eine Temperaturerhöhung von durchschnittlich 14°C auf durchschnittlich 15°C eine zusätzliche Wärmeleistung von 2,5e15 W notwendig ist. Um die 14°C aufrecht zu erhalten bedarf es 1,8e17 W. Setzen wir beide Leistungen einmal in Relation: 2,5e15 W / 1,8e17 W = 2,5 / 180 = 1/72 < 1,4%. Wir wissen, dass die Strahlungsleistung der Sonne während des elfjährigen Sonnenzyklus um 0,1% schwankt. Das haben wir gemessen. Wir wissen aber überhaupt nicht, wie die Leistung der Sonne im Zeitraum vieler Jahrzehnte oder einiger Jahrhunderte schwankt, weil damals noch nicht gemessen wurde. Daumenschätzungen, die man hier und da liest, reden von einer Zunahme „von ungefähr 0,5% seit dem siebzehnten Jahrhundert“. Sie sind aber nicht belastbar. Trotzdem fließen sie als angebliche Fakten in die vorhandenen Modelle ein. Wenn diese Aussagen aber völlig falsch sind, und die Wahrheit zum Beispiel bei 1,4% läge, was durchaus sein kann, weil es niemand weiß, wäre letzteres die triviale Erklärung für die statistische Zunahme der Durchschnittstemperatur auf der Erde. Verstehen sie? Die Ergebnisse der Modelle sind beliebig, weil die Eingangswerte beliebig sind! Dieses Phänomen haben wir in Wissenschaft und Technik oft und es ist immer wieder schwer den Nutzern den qualitativen Nutzen der Modelle trotz ihrer quantitativen Beliebigkeit verständlich zu machen.

Alle quantitativen Aussagen zur Klimaerwärmung, die Zahlenwerte liefern, basieren grundsätzlich auf diesem nicht vorhandenen Wissen von den längerfristigen Zyklen der Sonne und sind damit per se wissenschaftlich nicht belastbar (‚Bullshitting‘). Das Spielen mit qualitativ richtigen Modellen nach dem „was wäre wenn“-Prinzip und die damit einhergehende Eingabe willkürlicher Eingangsgrößen in diese Modelle ist legitim, muss aber der Öffentlichkeit auch als eine solche Hypothese präsentiert werden und nicht als angebliches Faktum, wie es gerade im breiten Stil als wahrhaft populäre Modewelle getan wird und von der Politik rücksichtslos missbraucht wird (zum Beispiel um Marktmanipulationen oder Steuererhöhungen zu rechtfertigen). Eine ganze Generation, voran die gute Greta Thunberg, wird gerade von denen, die es besser wissen, heimtückisch betrogen. Die jungen Menschen glauben, sie kämpften für ihre Zukunft und unterstützen dabei unwissentlich nur ihre Unterdrücker, die sich in konfuzianischer Weisheit vor soviel Anstand lächelnd tief verbeugen.

Alle vorigen Rechenbeispiele verdeutlichen mit ihren riesigen Zahlen an freigesetzter Wärmeenergie die Kleinheit unserer Macht. Zu glauben, der Mensch könne die planetaren Wärme-Mechanismen der Erde in irgendeiner Richtung und durch irgendeine Art technisch beeinflussen ist nichts als Hybris und zwar von der ganz dummen Art.

Andererseits: Sollte der Treibhauseffekt der Erde durch die Zunahme von CO2 in der Atmosphäre den Planeten um 1°C aufheizen, kämpft die Natur gegen eine weitere Wärmezunahme mit einer Leistung – sehen wir oben noch einmal nach – von 2,5 Millionen Großkraftwerken, oder äquivalent pro Tag über 5000 Explosionen von zehn Megatonnen Wasserstoffbomben dagegen an.

Resümee: Das Ergebnis dieser simplen Rechnung zeigt, dass wir das Klima am besten retten, indem wir nichts tun und diese Aufgabe der Natur überlassen. Verglichen mit den millionenfach größeren Gegenmaßnahmen gegen die Erwärmung der Erde, die Mutter Natur mit der Wärmeabstrahlung nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz zur Verfügung stellt, haben wir nichts aufzubieten. Zu glauben, wir könnten mit irgendwelchen technischen Gegenmaßnahmen einen messbaren Beitrag gegen eine Erwärmung der Erde leisten und damit das ‚Klima retten‘, ist bemitleidenswert dumm. Denn das planetare Klima erschafft und ‚rettet‘ sich mit titanischer Macht ganz von alleine und wir Menschen sind winzig und nichts.

Wer es nicht glaubt der rechne es selber nach oder schweige für immer. Für mich ist die sogenannte Klimadiskussion damit endgültig beendet. Ich werde meine Zeit nicht mehr mit dieser bemitleidenswerten massenpsychologischen Paranoia verschwenden. Selbstverständlich geht unser Planet durch verschiedene Phasen der Erwärmung und Abkühlung, nur haben wir Menschen aus einfachen physikalischen Gründen, die jeder Mensch (der des Rechnens mit Zehnerpotenzen mächtig ist), mit Bleistift und Papier in einer halben Stunde für sich nachrechnen und vollkommen einsehen und verstehen kann, keinerlei Beitrag daran. Eine messbare Erwärmung der Erde durch anthropogene Quellen ist aufgrund der Kleinheit der menschlichen Stoff- und Energiebeiträge im Vergleich zu den planetaren schlicht und einfach physikalisch unmöglich. Wir wissen nichts über die langfristigen Zyklen der Sonne, die vor allen anderen Faktoren das Klima auf der Erde beeinflussen. Damit ist jedes Klimamodell quantitativ, also was die Ergebniszahlen betrifft, von vornherein völlig aussagelos (nicht jedoch qualitativ, die Güte des Modells betreffend, mit dem man spielen kann, indem man beliebige Eingangswerte einsetzt und sieht was passiert). Wir kennen die Schwankungen der Sonne (außer dem schnellen 11 Jahres Zyklus) einfach nicht, doch diese Schwankungen unseres Heimatsterns sind die allerwichtigste Einflussgröße auf das Klima der Erde und sicherlich nicht die winzige Menschheit! Der Glaube (mehr ist es nicht), der Mensch spiele hier eine Rolle, ist ausgemachter Unsinn und absolut größenwahnsinnig. Ich muss wirklich lachen, das ich früher so einen Blödsinn einmal glauben konnte. Und ich wende mich von nun an wieder wirklich wichtigen Dingen zu, wie Demokratie, Ökonomie und der Besiedelung des Sonnensystems und der fernen Sterne.

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Wie wir am besten das Klima retten

  1. Hatte bei der Umrechnung in Atombomben noch einen Zahlendreher drin (die Umrechnung in Kraftwerke war aber richtig). Die von der Sonne täglich der Erde zugeführte und durch die Wärmeabstrahlung abgeführte Energie entspricht nicht 38.000 mittelgroßen Wasserstoffbomben von 100kT Sprengkraft, sondern erstaunlichen 380.000 größten Wasserstoffbomben von 10MT Sprengkraft! Ja, völlig phantastische dreihundertachtzig tausend mal 10 Megatonnen Energie in Form von Licht fällt täglich auf die Erde und wird täglich in den Weltraum als Abwärme abgestrahlt! Bei einer Zunahme der Durchschnittstemperatur der Erde von 1°C gibt der Planetenkörper über die zunehmende Wärmeabstrahlung die Energie von ca. 5000 Zehn-Megatonnen-Bomben pro Tag mehr Wärmeenergie als zuvor an den Weltraum ab. Was können wir Menschen dazu beitragen? Was sollten wir hier beeinflussen können? Ich fand die falschen, kleineren Zahlen der Umrechnung in Atombomben schon äußerst beeindruckend. Die richtigen Zahlen zeigen noch mehr: wenn es um Klimarettung geht, sind wir komplett raus. Wir können dazu absolut nichts und gar nichts beitragen!

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