Wer oder was ist Monstermaschine?

Der Blog ‚Monstermaschine‘ dient zum einen zur Kritik an unüberlegtem, gefährlichem, oft monetär getriebenem Einsatz neuer Technologien, eben an Monstermaschinen. Big Data ist eine Monstermaschine. E-Money ist eine Monstermaschine. Künstliche Intelligenz (KI, engl. AI) ist eine Monstermaschine. Die Abhörung, Beobachtung, das Mitlesen und Data Mining an der Bevölkerung ist Monstermaschine. Die wichtigsten Werkzeuge dazu, das Smartphone (Kamera und Mikrofon bereits eingebaut, omnipräsent) und der E-Reader (ermöglicht personifizierte, detaillierte Persönlichkeitsanalyse) sind Monstermaschinen. All jene Monstermaschinen werden durch gezielte Fehlinformation, bewusst unterlassene Aufklärung und Ausnutzung des Hanges zur Bequemlichkeit und Friedliebigkeit des gewöhnlichen Bürgers ermöglicht. Genau das ist die Monstermaschine: ein menschenverachtendes und – wenn einmal losgelassen – menschenfressendes Ungetüm.

Der Digitalcomputer und seine bereits genannten gefährlichsten gesellschaftlichen Verknüpfungen (Anwendungen) sind die moderne Form der Monstermaschine. Altbekannte Formen der Monstermaschine: zum Beispiel die jahrzehntelange Automation und Robotik in der Produktion, die nun im Ergebnis dazu führen, dass nur noch hochqualifizierte Fachkräfte Arbeit und freie Entfaltung im Leben finden und den politischen Demagogen ihre Schlägerhorden von Arbeitslosen und virtuellen Massenmördern (Gamer) – gleichzeitig ihr zukünftiges Kanonenfutter – in deren ausgebreitete Arme treiben. Gleichzeitig nutzen diese Demagogen die moderne, digitale Monstermaschine, um gezielt Unwahrheiten über sogenannte Tweets, Blogs, Beiträge in sogenannten ’sozialen‘ Medien zu verbreiten und hierbei neue Formen von elektronischer Unterdrückung und Denunziation für die Zukunft anzutesten. Die Monstermaschine spielt dem Bösen zu und ermöglicht seine schnelle Ausbreitung. Das sehen wir und verstehen wir eigentlich und schalten unser Internet und und unsere Smartphones trotzdem – wie paralysiert – nicht auf der Stelle ab.

Weimarer_Klassik

Weitere Monstermaschinen aus der Vergangenheit: der Betrieb unsicherer Atomkraftanlagen, unmenschliche Aspekte und Subsysteme des Rechtssystems (Beispiel Todesstrafe, Automatismen in der Prozessführung), des Wirtschaftssystems (Beispiel Hedgefonds, Monopolbildung, feindliche Übernahmen), des Staatssystems (Beispiel Staatsräson, Bürgerüberwachung, hohe Steuern zur Unterbindung der Ausbreitung von Vermögen und Unabhängigkeit vom Staat), das Hochrüsten und der Einsatz von Chemiewaffen im ersten Weltkrieg, das Manhattan-Projekt und der Atomkrieg in Japan, der Drohnenkrieg im mittleren Osten, die ‚Endlösung‘ in Nazideutschland. All dies sind Beispiele, wo sich uhrwerkgleiche Prozesse verselbständigten und zu größten Schäden an sehr vielen Menschen führten. Teilweise handelt es sich um Kollateralschäden, die aber bewusst in Betracht gezogen wurden (Beispiele Automatismen in der Prozessführung, unsichere Atomkraftanlagen, Monopolbildung, hohe Steuern), teilweise handelte es sich um das bewusste Lostreten maximaler Menschenvernichtung, oft bequem vom Schreibtisch aus der Ferne (Beispiele Hedgefonds, Atomkrieg, Drohnenkrieg, Endlösung). Monstermaschinen.

Wir Philosophen analysieren und transzendieren nur. Wir wissen aus Erfahrung, dass in der Vergangenheit jede Technologie mindestens auch einmal zur Unterdrückung und zum Töten von Menschen missbraucht wurde. Warum? – Weil es geht. Auch heute entwickelt man die Digitaltechnik weiter zu autonomen Kampf-Robotern und selbst-‚denkenden‘ taktischen Waffensystemen. Heute manipuliert man sogar das Leben selbst, als wäre es nur ein Spiel. Ohne Ehrfurcht vor der Schöpfung, ohne ein Gebet. Aber warum? – Am Ende leider immer nur um des schnöden Geldverdienens Willen.

Viele Ingenieure und Wissenschaftler wollen am Anfang einfach nur spielen. Es ist die Herausforderung, die sie lockt. Das Rätsel, das es zu lösen gilt. Das Kräftemessen. Ihre Eitelkeit. – Wer ist der Beste auf dem Gebiet? Später geht es mehr um die Möglichkeit finanziellen Wohlstandes und der Absicherung für ihre Familien, für ihre Kinder. Sippen-Egoismus oder Aufopferung für die nächste Generation? Aber die Waffenschmieden – alte und neue – kaufen die idealistischen Startups fleißig auf. Wir alle, die wir Technik und Grundlagenforschung betreiben, machen uns damit – wenn wir nur einmal ehrlich und objektiv transzendieren – mit-schuldig an den Gräueltaten der Machthaber der Zukunft.

Wie können wir dies verhindern? Ich sage: gar nicht.

Eine solche Verhinderung wäre Gleichzusetzen mit der Vertreibung des Bösen aus der Welt. Unmöglich. Aber wir können jetzt schon damit beginnen, das Böse in der Welt überall anzugreifen. Wir können unsere Herzen öffnen und Fremden die Hand reichen. Wir können freundlich sein und im Zug und im Flugzeug „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“ sagen. Wir können den Ärmsten Almosen und Trost spenden, wir können Musikern und Gauklern Beifall und Einkommen schenken. Wir können den Fremden, die uns die Türen aufhalten ein freundliches „Dankeschön“ sagen und die Tür übernehmen und dem Nächsten ebenso mit einem „Bittesehr“ übergeben ohne einfach schweigend, verächtlich durchzumarschieren oder uns gar die Hand an der zu schwingenden Tür zu brechen. Wir können unsere verfluchten ‚Smart‘-Phones – die gefährlichste Waffe, die der Mensch je erschaffen hat – in den Staub treten und darauf wild herumspringen. Das macht Freude und wir können dabei gemeinsam lachen und feiern. Wir können in unseren Privatwohnungen das Internet abschalten und die Computer, Fernseher, Router und Internet-Kühlschränke aus dem Fenster auf die Straße werfen – nicht ohne vorher abgesichert zu haben, dass dort kein Mensch steht. Wir können dann zum Applaus der herannahenden Passanten beide Arme als freie Menschen in den Himmel recken. Endliche frei sein! Und es geht so einfach! Wir können auf Produkte, die noch nicht ausschließlich von gut bezahlten Menschen in Handarbeit hergestellt wurden, also auf industriell hergestellte Nahrung komplett verzichten und sie aus den Regalen der Supermärkte heraus reißen und vor die Hunde und Schweine werfen (die sie wahrscheinlich nicht einmal anrühren werden). Die billige Industrienahrung schadet eh nur unserer Gesundheit. Wir können die billige, des Menschen unwürdige Synthetikkleidung, die wir als Symbol unserer Konsumversklavung tragen, auf den Straßen aufhäufen und in Brand stecken. Wir können noch viel mehr. Es liegt an uns – an jedem einzelnen von uns, ob die Zukunft eine menschliche wird, in der das Gute obsiegt, oder eine menschenverachtende Monstermaschine werden wird.

‚Monstermaschine‘ ist ebenso mein Alter Ego im ironischen Sinne. Ich bin von Beruf Ingenieur und habe daher zukünftige Schuld auf mich geladen, denn ich bin nun mal als Philosoph intellektuell des Transzendierens fähig. Nun bin ich überzeugter Humanist und Christ und ich hoffe, das kluge Geister meine philosophischen und wissenschaftlichen Kritiken so auffassen werden, wie ich es nur wünschen kann: von Anstand und Menschlichkeit getrieben, denkend und arbeitend wider das Böse in der Welt. Auf dass meine Kollegen die Grundlagenarbeit schaffen für eine großartige, friedliche und sternfahrende Menschheit, die hinaus fährt zu den unendlichen Weiten und Möglichkeiten der Planeten und Körper unseres Sonnensystem und bald auch der umliegenden Sternsysteme, anstatt sich hier die Ressourcen-umkämpfte Hölle auf Erden selbst einzurichten. Meine Kritiken sind niemals gegen die etablierte Wissenschaft und Technik – sondern ausschließlich dafür. Denn Wissenschaft und ihr schönstes Ergebnis – menschenfreundlich anwendbare Technik, entstehen durch innere Kritik, saubere Beweisführung und eben das Transzendieren der mit Hilfe von Technik entstehender möglicher Zukünfte.

Wir Menschen wissen schon seit Urzeiten: Das Gute liegt nicht im Chaos, es hat seinen Ursprung in Logik und Mathematik, im kühlen Geist und im warmen Herzen; in der Stabilität und Harmonie in der Dynamik und ihrer schönsten Form, der Musik und den Künsten. Wir erkennen und entdecken immerzu neue Worte der schönen Sprache Gottes, die sich im Logos und in der Stabilität und Harmonie äußert. Und immer dann, wenn wir diese Worte in der Vergangenheit für uns nutzten, haben sie uns in riesigen Schritten voran gebracht. Und immer dann, wenn wir Gottes Sprache übersahen oder verachteten und sich schnell – so wie jetzt gerade – Irrationalität, Hitzigkeit des Geistes, Herzenskälte, Dummheit und Angst ausbreiteten, versiegten die Quellen von Inspiration, Schönheit und Tugend und das Chaos brachte uns letztendlich Tod und Vernichtung.

Handrechnungen sind die Grundlage aller mathematischen Vertiefungen, eine Quelle der Vernunft, eine Quelle des Logos. Computer sind reine Hilfsmittel zur Detaillierung menschlichen Kopfrechnens. Stehen sie jedoch in Konkurrenz zum glasklaren, menschlichen Verstand, dann stimmt etwas sehr grundlegendes nicht mehr. Dem digitalen Computer wohnt von Natur aus das Chaos inne, das seine Entscheidungen, wenn die Programme nur komplex genug sind, aus einer uns unbekannten Quelle außerhalb der beschreibbaren Welt trifft. Wir setzen sie mit der Quelle unserer Entscheidungsfindung gleich. Das ist falsch. Unsere Entscheidungen können dem Chaos entspringen. Ja, und bei vielen Menschen ist dies der natürlich gegebene, naive Grundzustand. Doch wenn wir unseren Geist disziplinieren und schulen und uns zusammen nehmen, dann entspringen unsere Gedanken und Entscheidungen irgendwann aus dem Logos. Dann wird Großes und Schönes geschaffen. Jeder, der es kennt, weiß von diesem herrlichen Gefühl im Einklang mit der Harmonie des Universums. Schnöde Entscheidungen aus dem Computer entstammen aber immer dem Chaos.

Der Computer darf nicht zum Orakel, zum mythischen Objekt werden, das uns gegen unseren gesunden Menschenverstand Handlungen aufzwingt, die wir ohne eine solche computerisierte ‚Beweisführung‘ niemals tun würden. Es gibt unendlich viele Beispiele dazu. Von der Klimaforschung, über die Verkehrs- und Energiepolitik bis hin zu den Aktienmärkten. Wir stellen das Orakel Computer über uns, ja selbst über Gott. Aber das ist Blasphemie, für die wir aus Teilen der Welt, die noch gottesfürchtig sind und den Menschen als dessen schönstes Werk ansehen, teilweise zu Recht bestraft werden. Der Computer und Überheblichkeit seiner Sklaven treibt uns in den Abgrund. Aber wir sollten Demut wallten lassen. Wir sollten Fremden die Hände reichen und ihnen ihre Sünden vergeben. Wir sollten selber versuchen, ohne Sünde zu leben. Auch zukünftige Sünden gilt es jetzt schon zu verhindern, wenn wir sie klar sehen können, also transzendieren. Wir sollten unsere Verbrechen der Vergangenheit erkennen und verurteilen und gleichzeitig immer dann Menschenleben retten, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, um die Schuld von Millionen Toten, die wir auf uns geladen haben, zu sühnen. Jeder einzelne Mensch zählt. Jeder anscheinend noch so unbedeutende Mensch kann die Quelle eines neuen Universums sein. Wir sollten keine atomaren Waffen bauen, sondern atomare Sternenschiffe. Überall kann die Saat des Guten hier und da aufgehen, wenn nur genügend gesät wird. Technik und Wissenschaft sollen im Dienste der Menschheit, sollen im Dienste des Guten in der Welt stehen.

Einmal schrieb mir ein jugendlicher Leser: „Dieser Blog hat mich aufgeklärt.“ Wie ich immer schon die Aufklärer der Neuzeit und ihre Nachfahren verehrte! Das war eines der schönsten Komplimente, die mir jemals zuteil wurden. Der Humanismus lebt und die Menschheit wird leben.

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