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Der Wirtschaftsfaktor der Alleinerziehung

– was sollten Alleinerziehende von der Gesellschaft fuer Ihre Erziehungsleistungen fordern?

Nachdem mir irgendwann klar wurde, dass die Alleinerziehenden Muetter und Vaeter, vor allem die jungen alleinerziehenden Muetter von allen grossen gesellschaftlichen Gruppen aus verschiedenen Gruenden die mit der geringsten Lobby in Deutschland sind, habe ich mir einmal ueberlegt, was passieren koennte, wenn diese gesellschaftliche Gruppe nicht schwach waere und fuer ihre gesellschaftliche Leistung einen Gegenwert fordern wuerde. Und es kam heraus, dass dieser Gegenwert teilweise recht hoch waere, was wiederum erklaert, warum niemand fuer diese gesellschaftliche Gruppe spricht, denn das kaeme uns anscheinend alle sehr teuer. Ich moechte das Thema Alleinerziehung einmal sehr einfach betrachten, geradezu naiv. Nehmen wir doch einfach einmal die Warte eines Fremden, eines Besuchers an, der von Beruf Buchhalter ist, der Deutschland besucht und dabei auf seiner Reise ein paar alleinerziehende junge Muetter kennenlernt, mit denen er sich unterhaelt, die ihm von ihrer Armut und der Chancenlosigkeit ihrer Kinder klagen. Er ist wahrscheinlich ganz ueberrascht, und fragt sie: „Warum glaubt ihr, ihr waeret schwach, wo ihr doch die allergroessten Werte dieses Landes verwaltet? Entweder ihr hegt und pflegt diesen unermesslichen Wert oder ihr koennt ihn, wenn ihr das wollt, ebenso herunterwirtschaften. Es ist Eure freie Entscheidung und damit seid ihr eigentlich sehr maechtig.“

Warum haben Alleinerziehende keine Lobby?

Unser Besucher aus dem Ausland ueberlegt sich, warum man in Deutschland erzaehlt, die Alleinerziehenden haetten keine Lobby? In seinem Heimatland ist dies nicht so, sagt er, dort haette man sich schon lange auf diese Situation eingestellt, und es gaebe einen gesetzlichen Anspruch auf bestimmte Verguenstigungen in der Arbeitswelt, wie Kinderbetreuungsstaetten ab einer bestimmten Anzahl Beschaeftigter mit Kindern. Wenn man jedoch einmal ganz schlicht und oberflaechlich darueber nachdenkt, warum die grosse gesellschaftliche Gruppe der Alleinerziehenden und insbesondere der jungen Muetter keine Fuersprecher hat, kommt man schnell auf folgende Punkte:

Keine Zeit. Kinder zu betreuen ist eine Taetigkeit, die nicht nach acht Stunden niedergelegt werden kann, um sich anderen Dingen zu widmen. Ein Kind beansprucht einen Erwachsenen bis auf die Stunden des Schlafs und intensiven Spiels vollkommen. Dazu muss staendig Kleidung gereinigt und repariert oder neubeschafft werden und staendig Nahrung beschafft und zubereitet werden. Bei zwei Kindern verdoppelt sich die Arbeit nicht, weil die Reinigung und die Nahrungsbereitstellung rationalisiert werden koennen, und die Kinder nun auch zusammen spielen, trotzdem ist die Arbeit natuerlich noch umfangreicher als mit einem Kind und es bleibt noch weniger Zeit. Entsprechendes gilt auch fuer ein drittes Kind und mehr Kinder. Fuer politische Arbeit oder soziales Engagement in irgend einer Form ist da einfach kein Platz mehr im Tagesplan.

Kein Geld. Ausser der Nahrungs- und Kleidungsbeschaffung muessen Spielzeug, Buecher, Schulbuecher, Ausfluege, Reisen finanziert werden und alles, was einen neuen Buerger mit Intelligenz, Kreativitaet, Selbstbewusstsein und Schaffenskraft entstehen laesst. Das kostet einiges an Geld, so dass bei einem engen Budget nichts uebrig bleibt, um Ruecklagen zu bilden. Wenn man noch nicht einmal Ruecklagen bilden kann, werden fuer professionelle Berater und Fuersprecher wie Rechtsanwaelte, Steuerberater, etc. natuerlich keine Mittel zur Verfuegung stehen, was die Chancen, Gehoer zu finden, mindert.

Keine Erfahrung. Gerade junge Muetter sind oft aufgrund der ersten beiden Punkte und ihrer mangelnden Lebenserfahrung gesellschaftlich so isoliert, dass sie so im Verborgenen leben, als gaebe es sie gar nicht. Sie fallen nicht weiter auf. Man hoert nichts von ihnen und sieht sie kaum auf den Strassen und fast nie in den Geschaeften, Cafes oder Restaurants. Durch die mangelnde Erfahrung haben sie oft kein selbstbewusstes Auftreten und verpassen daher sogar haeufig, ihr Recht auf bestimmte Verguenstigungen oder Sonderleistungen in Anspruch zu nehmen. Oft wissen sie nicht mal etwas davon.

Kein Beruf. Wer alleine ein Kind betreut, der kann nicht gleichzeitig arbeiten, sonst wuerde das Kind sich durch seine Mobilitaet entweder schwer verletzen, seelisch durch stundenlange mangelnde Zwendung schwer gestoert, und sicher langsam zugrunde gehen (Kaspar-Hauser-Syndrom). Kinder brauchen Aufmerksamkeit, keine staendige aber staendig abrufbare. Gaebe es Stellen, bei denen junge Muetter oder Vaeter ihr Kind mitnehmen koennten, waere der Gesellschaft sehr geholfen, aber die gibt es (zumindest in Deutschland) eben kaum oder gar nicht. Die Kollegen, die kein Kind haben, wuerden wohl aus Neid schlecht gelaunt, wenn sie saehen, dass der Kollege/die Kollegin aufgrund des Kindes hoechstens halb soviel arbeitet wie sie. Solidaritaet koennte man von neidischen Kollegen kaum erwarten. Neid ist verheerender als Mord, heisst es ja nicht ohne Grund. Die Arbeitgeber wuerden wahrscheinlich mit den jungen Eltern geringere Entlohnungen verhandeln, weil sie ebenfalls nicht bereit waeren, den Nachwuchs, der nicht ihr eigener ist, mitzutragen. Die Gesellschaft in Deutschland kennt anscheinend nicht den Begriff des Gemeinsamen Kindes. Es gibt nur mein Kind oder ihr Kind. Das ist sehr schade und eigentlich im Grunde kinderfeindlich. Das bedeutet naemlich Kinder sind in Deutschland entweder Privatbesitz oder von gar keinem Wert.

Diese Probleme, mit denen Alleinerziehende konfrontiert sind, gibt es nicht nur in Deutschland, es gibt sicherlich eine Menge anderer Laender, wo dies ebenfalls grosse Probleme sind. Aber natuerlich darf man sich nie an denen orientieren die in bestimmten Aspekten genau so schlecht oder noch schlechter sind als man selbst ist, das waere Idiotie.

Geht es den Kindern von Alleinerziehenden schlecht?

Unser Besucher aus fernen Landen wuerde schnell zu diesen Ueberlegungen kommen und waehre wahrscheinlich etwas enttaeuscht, dass er trotz der vielen freundlichen Menschen, die er auf seiner Reise antrifft, eine gewisse latente Kinder- und Jugendentfremdung in Deutschland bemerken wuerde. Diese aeussert sich ja nicht nur in nicht vorhandenen Moeglichkeiten fuer junge alleinerziehende Eltern, diese Entfremdung aeussert sich ebenso im Umgang mit den Kindern, der teilweise uebertrieben aengstlich und uebervorsichtig ist, wie man ihn in Laendern mit vielen Kindern so nicht kennt, und die Kinder in gewisser Weise negativ in ihrer Entwicklung beieinflusst.

Diese uebertriebene Angst ist ganz natuerlich: um so weniger Kinder es gibt, um so groesser die unterschwellige Angst, diese letzten Kinder zu verlieren. Leider beschraenkt diese Angst die Freiheit der Kinder und das eigene sich Ausprobieren ausserhalb des Einflussbereichs der Eltern. In dieser Beziehung haben die Kinder von Alleinerziehenden sogar einen gewissen Vorteil gegenueber Kindern von Elternpaaren. Ihr einziges Elternteil, das sich um sie kuemmert hat nicht genuegend Zeit fuer sie, sie einzuengen oder todzulieben. Aber das duerfte dann auch schon der einzige Vorteil sein, den die Kinder von Alleinerziehenden gegenueber den anderen Kindern haben.

Ansonsten ist es vor allem das fehlende Geld im Haushalt der nicht im Beruf stehenden Mutter, des Vaters, der das Leben und die Moeglichkeiten des Kindes sehr stark limitiert. Dies koennte man durch Schenkungen von Spielsachen, Buechern, Schulsachen, Kleidung, Kurzreisen, etc. etwas lindern. Oft uebernehmen die Grosseltern oder andere Verwandte die Rolle eines solchen Sponsors. Diese Kinder haben Glueck. Sehr viel schwieriger haben es die, wo es solche solventeren und wohlwollenden Verwandten oder Bekannten leider nicht gibt. Ob und wie sehr es solchen Kindern schlecht geht, haengt aber immer vom Einzelfall ab. Solange der Alleinerzieher in seiner Rolle als Erzieher und Vorbild einigermassen stabil funktionieren kann, geht es den Kindern auch ganz gut, denn Geld macht allein nicht gluecklich, es lindert und vereinfacht die Schwere des Lebens, aber das wiegt keinen gutgelaunten und optimistischen Elternteil auf. Wenn der Alleinerzieher aber aufgrund der Schwere des Lebens und finanzieller Not selber sehr leidet, dann leiden die Kinder natuerlich mit.

Was bringen Alleinerziehende fuer die Gesellschaft?

Auf den Aemtern wurde frueher gerade den jungen Muettern gegenueber aufgrund ihrer nicht gerade zuvor kommenden Behandlung – sogar auch mit Einsatz unterschwelliger Bemerkungen – vermittelt, sie haetten keinen allzugrossen Wert fuer die Gesellschaft. Diese Gefuehl aus dem Umgang ihnen gegenueber, was die alleinerziehenden Muetter dort vermittelt bekamen, ging sogar so weit, dass sie sich dann teilweise scherzhaft selbst als „Sozialschmarotzer“ bezeichneten. In jedem Scherz liegt ein Fuenkchen Wahrheit, in diesem Fall ist das Fuenkchen Wahrheit, dass junge Frauen so etwas selbst von sich glauben. Dass sie sich in der Gesellschaft fuer minderwertig halten. Eine seelisch-soziale Katastrophe, die sich unmittelbar auf das Glueck ihrer Kinder auswirkt. Aber in den Verwaltungen und Behoerden hat diese Anrede und neutral unfreundliche bis unverschaemte Behandlung natuerlich System. Es wird von oben entweder geduldet oder vielleicht sogar gefoerdert, schliesslich will man sich nicht selbst schaden und noch mehr Gelder herausgeben muessen, wo diese Bevoelkerungsgruppe statistisch doch sowieso schon einen grossen prozentualen Anteil an den zu zahlenden Geldern hat und staendig zunimmt.

Jemandem in irgend einer Form vermitteln zu wollen, er waere von keinem oder geringem gesellschaftlichen Wert ist erst einmal zutiefst menschenverachtend. Der Sachbearbeiter oder die Sachbearbeiterin die aehnliche Anspielungen aeussern, gehoert ordentlich der Marsch geblasen. Es sind oft gerade diese Gutfunktioner, diese Apparatschiks, diese Subsystemler, diese Maschinenbediener, diese Prozessoptimierer, die den Bezug zu der einfachen menschlichen Gesellschaft, zu menschlicher Waerme und Naechstenliebe, zu der Freude am Zusammensein, zusammen leben, zusammen arbeiten, zusammen Kinder grossziehen, leider irgendwann verloren haben. Eine Verwaltung ist eine unmenschliche Maschinerie, die programmierte Ziele verfolgt. Dies muss anscheinend so sein, damit sie funktioniert. Trotzdem sollte jeder Verwalter stets darauf achten, seine Menschlichkeit nie in dieser grossen Maschinerie zu vergessen, wenn er Abends seine sieben Sachen packt und nach Hause geht. Ich wuerde zum Beispiel jeder Antragsstellerin oder jedem Antragssteller einfach mal grundsaetzlich einen Kaffee oder Tee aus eigener Beschaffungsquelle anbieten, falls das Amt zu geizig dazu ist. Das kostet – wenn es hoch kommt – ein paar Euro am Tag, weniger als eine Schachtel Zigaretten, und die Leute gehen froh nach Hause, und fuehlen dass man es gut mit ihnen meint, obwohl vielleicht die Haende arg gebunden sind. Sie strahlen dieses gute Gefuehl in Form ihrer erwiderten Freundlichkeit erstens auf mich zurueck – es handelt sich also um reinen Egoismus, und zweitens an die lieben Kleinen und davon haben ja dann alle etwas. Ich will die Situation nicht trivialisieren, aber oft sind es so kleine menschliche Aufmerksamkeiten, zum Beispiel nur ein geschenktes Laecheln, die das Leben so viel leichter machen, oder? Wer kennt das nicht aus eigener Erfahrung? Nett zueinander zu sein ist doch schon mal ein riesengrosser Schritt dahin, sich das Leben schoen zu machen..

Ich wuerde sogar sagen, auch den mechanistischsten unter allen Sachbearbeitern trifft keine grosse Schuld, er ist – wenn er so ist – nur ein Wachhund, der die Anweisungen seiner Vorgesetzten ausfuehrt, die wiederum die Anweisungen ihrer Vorgesetzten ausfuehren, usw. (trotzdem ist er natuerlich eine fiese, herzlose Type) Wer denkt sich eigentlich die Prozesse, den Plan, den Apparat, die Mittelverteilung aus. Das sind Statistiker, Sozialwissenschaftler, Regierungspolitiker, Parlamentarier und andere, die es eigentlich gut meinen, die aber aufgrund der geringen gesellschaftlichen Akzeptanz der Alleinerziehenden fuer diese nur begrenzte Mittel zur Verfuegung stellen/haben, die es nun optimal zu verteilen gilt. Ihre Manager (Verwaltungsbeamte) und Sachbearbeiter erledigen fuer sie die anstehenden Teilaufgaben als eine gewisse Form menschlicher, gewissenloser (im allgemeinen, nicht boese gemeinten Sinne) Roboter. Damit die berechtigten Antragsteller bloss niemals auf die Idee kommen, mehr einzufordern oder einzuklagen, weht ihnen natuerlich – ebenfalls Teil des Verwaltungsplans – ein harter Wind entgegen. Mehr nicht. Es ist nur ein Spiel. Das sollte sich keine junge Mutter zu Herzen nehmen und die Chance fuer eine deftige Gegensprache genuesslich ausnutzen, wenn ihr Versuch, dem Gegenueber ueber freundlich aufzutreten, nicht erwidert wird. Das kann viel Spass, Entspannung und Freude beim spaeteren Erzaehlen davon bringen.

So hat Verwaltung auch schon lange vor der totalen Ueberwachung mit digitalen ERP-Systemen funktioniert. Also wer ist nun Schuld an der Situation? Wir alle sind zusammen daran schuld, denn wir sitzen in einem Boot! Uns allen sind die Alleinerziehenden nichts Wert und deshalb sind sie und ihre Kinder letztendlich so arm. Ob man dies nun mit Papier oder elektronisch verwaltet, kommt im Grunde auf das Selbe heraus. Nur die alte Verwaltungsmaschine war unperfekter, besass mehr Befugnisse fuer die Sachbearbeiter, mehr Schlupfloecher und Nischen, dies machte sie wesentlich menschlicher, soweit man dies von Verwaltungsapparaten ueberhaupt sagen kann. Die neue digitale Verwaltungsmaschine laesst keine Schlupfloecher mehr zu in ihrer Prozess-Optimalisierung, bis auf die Kaffekasse, die von der DV nicht erfasst wird.

Eine systematische Diffamierung und Absprechung der Bedeutung der Alleinerziehenden ahnend, will unser Besucher nun einmal wirklich wissen, was Alleinerziehende fuer die Deutsche Gesellschaft denn so bringen. Ist das schwer? Nein, denn man muss im Prinzip nur ein paar Zahlen abschaetzen und zusammenrechnen, und er ist ja Buchhalter von Beruf. Als Fremder kennt er natuerlich nicht die genauen Regelsaetze fuer Hilfszahlungen, prozentualen Steuersaetze fuer Deutsche Arbeitnehmer, usw. Man muss aber eigentlich auch nicht besonders exakt rechnen, um ein gewisses grundlegendes Gefuehl fuer die Zahlen zu bekommen. Ein Trend zeichnet sich auch so schon schnell ab, und eine ganz einfache, kleine Sensitivitaetsanalyse zeigt gut von welchen Groessen abhaengig die Werte sich zu wessen Gunsten oder Nachteil bewegen.

Unser Besucher geht vereinfachend davon aus, eine typische junge Mutter braucht 1000 Euro im Monat fuer sich und die Bezahlung einer kleinen Wohnungsmiete, und fuer jedes Kind, das sie betreut, zusaetzlich einen drittel Tausender, also 333,33 Euro im Monat.

Ihre Kinder erlernen entweder einen Lehrberuf und fangen ab 18 Jahren an, in einem mittelqualifizierten Beruf genuegend Geld zu verdienen, dass sie auf eigenen Beinen stehen koennen. Oder sie besuchen eine weiterfuehrende Schule und dann eine Hochschule und fangen ab 24 Jahren als hochqualifizierte Arbeitskraft an zu arbeiten. Fuer die Ausbildung an der Hochschule muessen sie ein Darlehen aufnehmen, dass sie zur einen Haelfte spaeter selbst zurueckzahlen und zur anderen Haelfte von der Gesellschaft getragen wird. Dafuer muss die Gesellschaft nochmals im Durchschnitt 6 Jahre pro Kind nach seinem 18 Lebensjahr 6000 Euro im Jahr aufbringen.

Die Kinder arbeiten dann bis zum 67 Lebensjahr entweder im mittelqualifizierten Beruf 49 Jahre oder 43 Jahre im hochqualifizierten Beruf und zahlen vereinfachend dargestellt im Jahr als mittelqualifizierte Arbeitskraefte 6000 Euro Steuern in die Gesellschaft oder als hochqualifizierte Arbeitskraefte 12000 Euro Steuern pro Jahr ein. Diese Steuerzahlungen sollen nicht die reinen Einkommenssteuern sein, sondern auch aus Teilen der Umsatzsteuer, KFZ-Steuer, Benzin-Steuer, etc. bestehen. Da der Besserverdiener mehr umsetzt als der Mittelverdiener, und die Steuern in diesem Einkommensbereich progressiv mit dem Einkommen steigen, kommt dies ganz gut hin, oder ist zumindest nicht zu hoch geschaetzt.

Ausfallzeiten im Berufsleben aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosengeld werden ueber die zusaetzlichen Sozialversicherungsabgaben gedeckt, ebenso die spaetere Rente ab 67 Jahren, so dass sie bei einer Kosten-Nutzen-Rechnung einer alleinerziehenden Taetigkeit nicht in das Gewicht fallen.

Um ein Gefuehl fuer die Verhaeltnisse zu bekommen, und vor allem eine fuer jedermann verstaendliche, sehr einfache, aber trotzdem prinzipiell richtige Bilanzierung zu erhalten, duerfte eine derart grobe Herangehensweise voellig ausreichen. Genaue Zahlen erhaelt man so natuerlich nicht – braucht man aber auch gar nicht. Sehen wir uns mal die sich ergebende Tabelle mit verschiedenen Beispielen an:

Beispiel a)
1 Mutter + 1 Kind, Mutter arbeitet 18 Jahre nicht, Kind arbeitet ab 18 Jahren 49 Jahre Lebensarbeitszeit
Ausgaben
Mutter 18 Jahre * 12000 Euro = 216 Tsd Euro
Kind 18 Jahre * 4000 Euro = 72 Tsd Euro
Summe Ausgaben: 288 Tsd Euro
Einnahmen durch Kind
Kind 49 Jahre * 6000 Euro = 294 Tsd Euro
Summe Einnahmen: 294 Tsd Euro
Gewinn fuer Gesellschaft: 6 Tsd Euro
   
   
Beispiel b)
1 Mutter + 1 Kind, Mutter arbeitet 12 Jahre nicht, Kind arbeitet ab 18 Jahren 49 Jahre Lebensarbeitszeit
Ausgaben
Mutter 12 Jahre * 12000 Euro = 144 Tsd Euro
Kind 18 Jahre * 4000 Euro = 72 Tsd Euro
Summe Ausgaben: 216 Tsd Euro
Einnahmen durch Kind
Kind 49 Jahre * 6000 Euro = 294 Tsd Euro
Summe Einnahmen: 294 Tsd Euro
Gewinn fuer Gesellschaft: 78 Tsd Euro
   
   
Beispiel c)
1 Mutter + 2 Kinder, Mutter arbeitet 12 Jahre nicht, Kinder arbeiten ab 18 Jahren 49 Jahre Lebensarbeitszeit
Ausgaben
Mutter 12 Jahre * 12000 Euro = 144 Tsd Euro
Kind 1 18 Jahre * 4000 Euro = 72 Tsd Euro
Kind 2 18 Jahre * 4000 Euro = 72 Tsd Euro
Summe Ausgaben: 288 Tsd Euro
Einnahmen durch Kinder
Kind 1 49 Jahre * 6000 Euro = 294 Tsd Euro
Kind 2 49 Jahre * 6000 Euro = 294 Tsd Euro
Summe Einnahmen: 588 Tsd Euro
Gewinn fuer Gesellschaft: 300 Tsd Euro
   
   
Beispiel d)
1 Mutter + 1 Kind, Mutter arbeitet 18 Jahre nicht, Kind arbeitet ab 24 Jahren 43 Jahre Lebensarbeitszeit
Ausgaben
Mutter 18 Jahre * 12000 Euro = 216 Tsd Euro
Kind 18 Jahre * 4000 Euro = 72 Tsd Euro
6 Jahre * 6000 Euro = 36 Tsd Euro
Summe Ausgaben: 324 Tsd Euro
Einnahmen durch Kind
Kind 43 Jahre * 12000 Euro = 516 Tsd Euro
Summe Einnahmen: 516 Tsd Euro
Gewinn fuer Gesellschaft: 192 Tsd Euro
   
   
Beispiel e)
1 Mutter + 1 Kind, Mutter arbeitet 12 Jahre nicht, Kind arbeitet ab 24 Jahren 43 Jahre Lebensarbeitszeit
Ausgaben
Mutter 12 Jahre * 12000 Euro = 144 Tsd Euro
Kind 18 Jahre * 4000 Euro = 72 Tsd Euro
6 Jahre * 6000 Euro = 36 Tsd Euro
Summe Ausgaben: 252 Tsd Euro
Einnahmen durch Kind
Kind 43 Jahre * 12000 Euro = 516 Tsd Euro
Summe Einnahmen: 516 Tsd Euro
Gewinn fuer Gesellschaft: 264 Tsd Euro
   
   
Beispiel f)  
1 Mutter + 2 Kinder, Mutter arbeitet 12 Jahre nicht, Kinder arbeiten ab 24 Jahren 43 Jahre Lebensarbeitszeit
Ausgaben
Mutter 12 Jahre * 12000 Euro = 144 Tsd Euro
Kind 1 18 Jahre * 4000 Euro = 72 Tsd Euro
6 Jahre * 6000 Euro = 36 Tsd Euro
Kind 2 18 Jahre * 4000 Euro = 72 Tsd Euro
6 Jahre * 6000 Euro = 36 Tsd Euro
Summe Ausgaben: 360 Tsd Euro
Einnahmen durch Kinder
Kind 1 43 Jahre * 12000 Euro = 516 Tsd Euro
Kind 2 43 Jahre * 12000 Euro = 516 Tsd Euro
Summe Einnahmen: 1,032 Mio Euro
Gewinn fuer Gesellschaft: 672 Tsd Euro
   
   
Beispiel g)
1 Mutter + 3 Kinder, Mutter arbeitet 18 Jahre nicht, Kinder arbeiten ab 24 Jahren 43 Jahre Lebensarbeitszeit
Ausgaben
Mutter 18 Jahre * 12000 Euro = 216 Tsd Euro
Kind 1 18 Jahre * 4000 Euro = 72 Tsd Euro
6 Jahre * 6000 Euro = 36 Tsd Euro
Kind 2 18 Jahre * 4000 Euro = 72 Tsd Euro
6 Jahre * 6000 Euro = 36 Tsd Euro
Kind 3 18 Jahre * 4000 Euro = 72 Tsd Euro
6 Jahre * 6000 Euro = 36 Tsd Euro
Summe Ausgaben: 540 Tsd Euro
Einnahmen durch Kinder
Kind 1 43 Jahre * 12000 Euro = 516 Tsd Euro
Kind 2 43 Jahre * 12000 Euro = 516 Tsd Euro
Kind 3 43 Jahre * 12000 Euro = 516 Tsd Euro
Summe Einnahmen: 1,548 Mio Euro
Gewinn fuer Gesellschaft: 1,008 Mio Euro

Ergebnisse aus der Betrachtung der einfachen Beispiele

Unser Besucher sieht beim Betrachten der Tabelle direkt folgendes:

  • Je qualifizierter der Beruf, in dem die Kinder ausgebildet werden, um so besser, fuer die Deutsche Gesellschaft
  • Je mehr Kinder eine alleinerziehende Mutter grosszieht, um so besser fuer die Deutsche Gesellschaft
  • Je frueher eine Alleinerziehende Mutter wieder arbeitet, um so besser fuer die Deutsche Gesellschaft (dies geht aus praktischen Gruenden natuerlich um so spaeter, je mehr Kinder sie grosszieht)
  • Vor allem mehrere hochqualifiziert ausgebildete Geschwister aus einem alleinerziehenden Haushalt sind fuer die Deutsche Gesellschaft ein sehr grosser finanzieller Mehrwert

Vielleicht waere unser Besuch, der Buchhalter aus dem Ausland nun besonders fasziniert von dem Gedanken, dass der finanzielle Gewinn fuer die Gesellschaft in Form von Steuereinnahmen bei 3 hochqualifiziert ausgebildeten Geschwistern nach seiner Rechnung zum Beispiel bei rund 1 Million Euro liegen wuerde. Das hiesse auch Hunderttausend solcher Geschwister braechten 100 Milliarden Euro Steuergewinn in ihrer Lebensarbeitszeit von rund 43 Jahren. Welch riesige Wert! Und welches Wirtschaftsunternehmen kann mit solch sicheren Renditen von sich werben?

Unser Besucher betrachtet noch einmal seine Beispielrechnungen, zwischen den Zeilen liest er nun indirekt:

  • Muetter, die nach dem Aufziehen ihrer Kinder nicht mehr die Wiedereingliederung in die Deutsche Arbeitswelt schaffen koennen, werden – ohne ihre Schuld – zur grossen finanziellen Belastung
  • Einzelkinder, die nur geringqualifiziert ausgebildet werden, sind kein finanzieller Mehrwert fuer die Deutsche Gesellschaft, erst ab zwei oder drei gering qualifizierten Geschwistern, koennen sie ihr Aufziehen selbst finanziell tragen
  • Studiengebuehren, Numeri Clausi, und jede Form von Blockaden, die verhindern, dass sich die Kinder von Alleinerziehenden hochqualifiziert ausbilden lassen, schaden der Deutschen Gesellschaft sehr und muessten daher logischerweise abgeschafft werden, wo es sie noch gibt
  • Eine Foerderung der einzelnen Begabungen der Kinder von Alleinerziehenden, um eine hochqualifizierte Ausbildung anzuregen, und jede Art von Unterstuetzung, die dazu fuehrt, dass sie Abitur, Universitaet und Promotion anstreben, bringt der Gesellschaft den groesst moeglichen finanziellen Mehrwert
  • Eine mangelnde Unterstuetzung der Kinder von Alleinerziehenden, eine gesellschaftliche Vernachlaessigung, die unter Umstaenden dazu fuehrt, dass sie geringqualifiziert ausgebildet werden, schadet der Gesellschaft unmittelbar finanziell – ein klassisches Eigentor

Der Buchhalter ahnt auch, dass der finanzielle Mehrwert von hochqualifiziert ausgebildeten Kindern von Alleinerziehenden, noch weitaus groesser als die reinen Steuerzahlungen in ihrem Arbeitsleben an den Deutschen Staat sein muessen: Wie sieht es mit Patenten, Erfindungen, Verfahren, Verbesserungen, Ideen, neuen Produkten aus? Diese stammen aus einfach nachvollziehbaren Gruenden meistens von Hochqualifizierten, und bringen Deutschland zusaetzlich grossen finanziellen Nutzen. Dieser laesst sich aber nicht so leicht bilanzieren und daher verzichtet unser Besucher auf ihre Auffuehrung. „Schade..“, denkt er, „..dass waere einmal sehr interessant, so etwas mit zu beruecksichtigen“, aber er ist eben nur Buchhalter und kein Finanzwirtschaftler, und muesste sich erst einmal wieder in die Finanzierungsrechnung einlesen, wozu er auf seiner Kurzreise durch Deutschland natuerlich keine Zeit hat.

Worauf reagieren die Zahlen eigentlich sensibel? Wir sehen, wenn wir die Zahlen und Eingangsbedingungen varieren, dass das hier grundsaetzlich positive Gesamtergebnis vor allem auf folgende Punkte sensibel reagiert:

  • die Wiedereingliederung der alleinerziehenden Eltern in die Arbeitswelt
  • die Qualifizierung der neuen Arbeitskraefte aus alleinerziehenden Familien
  • die Kinderzahl aus alleinerziehenden Familien

Die Wiedereingliederung der Muetter und Vaeter in die Arbeitswelt muss schnell geschehen, am besten waere die breite Einfuehrung von Arbeitsplaetzen mit Kinderbetreuungsmoeglichkeiten, so dass sie nie wirklich den Anschluss in ihrem Beruf verlieren. Aber eine Akzeptanz, dass Kinderbetreuung mindestens ein so guter Grund ist, dem Arbeitsleben fuer ein paar Jahre fernzubleiben wie eine Weltreise oder ein „Sabatical“, waere auch schon ein riesiger Fortschritt. Die Kinder aus alleinerziehenden Familien muessen moeglichst gut ausgebildet werden, damit sich der Aufwand fuer das Aufziehen fuer die Gesellschaft lohnt, jede Art von Blockierung einer Karriere – wie Einlassgebuehren in Ausbildungseinrichtungen, Initiationsriten, Mobbing, Auslaenderfeindlichkeit, Auswahlverfahren, zahlenmaessige Beschraenkung von Ausbildungsplaetzen, Numeri Clausi, etc. – torpedieren den volkswirtschaftlichen Erfolg. Um so mehr Kinder ein Alleinerziehender aufzieht, um so grundsaetzlich besser fuer die Gesellschaft.

Resuemee

Mein Bekannter Buchhalter aus der Ferne ist nun wieder abgereist, und hat mir seine Aufzeichnungen aus seinem Notizbuch hier gelassen. Ich moechte nicht beim Veroeffentlichen, den Eindruck erwecken, ich wollte die Kinder von Alleinerziehenden mit Geld oder besser Gold aufwaegen. Ich bin kein Buchhalter. Als neue Menschen sind diese Kinder natuerlich unendlich wertvoll – viel wertvoller als alles Gold der Welt. Kinder sind der eigentliche Grund, warum es einen Staat, eine Wirtschaft, eine Verwaltung, etc. ueberhaupt gibt. Wir muessen aufhoeren, diese Tatsache, die sich aus der Entwicklung der Menschheit von einzelnen herumziehenden Clans hin zu groesseren Verbaenden ergibt, staendig unbewusst zu verdrehen. Staat und Wirtschaft und Verwaltung sind kein Selbstzweck. Hoeren diese Mechanismen auf, den Menschen im Land direkt und indirekt zu dienen, dann verlieren sie ihre Existenzberechtigung. Daher muessen sie auf ihre humanistische Bedeutung hin immer hinterfragt werden und demokratisch nachgebessert werden, denn die Welt aendert sich. Ein blindes Optimieren und Automatisieren dieser Mechanismen kann nicht nur Vorteile haben. Hier ist grosse Vorsicht geboten, nicht in die Falle des Selbstzwecks aus der verlockenden Aesthetik einer (unmoeglichen) perfekten Maschine heraus zu geraten.

Aber ich hoffe, dass wenn man die alleinerziehenden Familien und ihre gesellschaftlichen Nutzen einmal in Form einer Sprache ausdrueckt, die anscheinend jeder versteht – die Sprache des schnoeden Goldes – dass gewisse Vorurteile, Fehlentscheidungen, Misstaende und falsche Einschaetzungen der Situation bereinigt werden koennen. So ist es meiner Meinung nach bisher nicht allgemein bekannt (oder wieder in Vergessenheit geraten – wie man’s sieht), dass Studiengebuehren die Selbstfinanzierung des Aufziehens von alleinerziehenden Kindern blockieren, oder dass der groesste finanzielle Nutzen fuer die Gesellschaft von den Muettern mit den meisten ausgebildeten Kindern kommt.

Alleinerziehende Muetter und Vaeter, die Kinder gut versorgen und erziehen und sich um eine moeglichst gute Ausbildung ihrer Kinder kuemmern; die die Kreativitaet und Intelligenz und das Selbstbewusstsein ihrer Kinder foerdern, die nicht nur eines sondern mehrere solcher tollen(!) Kinder aufziehen, haben keinen Grund auch nur fuer eine Sekunde an ihrem gesellschaftlichen Wert zu zweifeln! Im Gegenteil, sie sind eine im unternehmerischen Sinne wahrhaft sichere Investition mit grossen Gewinnchancen fuer die Investoren. Die Investoren sind wir alle, die Deutsche Gesellschaft.

Es ist an der Zeit, dass die alleinerziehenden Eltern mehr als eine minimale Duldung und ein reines Ueberleben dafuer von der Gesellschaft fordern. Sie muessen selbstbewusst mehr Geld fordern, mehr Geld fuer die Ausbildung und Erziehung ihrer Kinder, fuer Buecher und Spielzeug, fuer Ausfluege und Reisen, fuer Spielplaetze und Kindergaerten, fuer Schulen und Hochschulen, mehr Geld fuer die eigene Weiterbildung und Schulung der Eltern, um den beruflichen Anschluss nicht zu verpassen. Und sie muessen umso mehr Geld bekommen, je mehr Kinder sie zu qualifizierten Buergern mit mittleren bis hohen Steueraufkommen aufziehen. Letzteres weiss man natuerlich immer erst im Nachhinein, daher liesse sich diese Erziehungsleistung gut mit einer Aufwertung der staatlichen Rente der alleinerziehenden Eltern belohnen. Arbeit soll sich wieder lohnen? Erziehungsarbeit an Kindern soll sich als erstes wieder lohnen, dann lohnt sich ganz von selbst auch ihre spaetere Arbeit!

Warum sind junge ausgebildete Menschen fuer Deutschland eigentlich so wichtig? Dies liegt vor allem daran, weil es nichts wertvolleres und perfekteres gibt, als Menschen. Ein Unternehmer, der in Maschinen investiert, hat mit diesen Maschinen grundsaetzlich ein wesentlich groesseres finanzielles Risiko, als ein Unternehmer, der in lebende Menschen investiert. Dies gilt so auch fuer die gesamte Gesellschaft, die besser in Kinder investiert als in Maschinen, Prozesse, Verwaltungen, Automatismen. Maschinen koennen sich schnell als unpassend erweisen. Maerkte, die Welt kann sich sehr schnell unvorausgesehen veraendern. Menschen sind flexibel, mobil, auch ueber Jahrzehnte, koennen sich den Umstaenden und der Umwelt von Natur aus gut anpassen, lernen immer dazu und verbessern sich aufgrund ihrer Erfahrungen mit der Zeit immer weiter. Maschinen sind im Zweifel immer die schlechtere Loesung im Vergleich mit Menschen. Menschen sind Maschinen unendlich ueberlegen und werden es immer sein. Also, liebe Unternehmer, investiert doch besser einen Teil Eures Geldes in die Kinder von alleinerziehenden Frauen, indem ihr ihnen zum Beispiel Arbeitsplaetze mit Kinderbetreuung ermoeglicht! Diese Kinder und Frauen werden Euch wahrscheinlich dafuer ihr Leben lang dankbar sein! Noch lange nachdem Eure neuesten und modernsten Maschinen von heute schon lange veralteter Schrott sind.. Und von dieser Dankbarkeit koennt ihr Euch sogar etwas kaufen! Es ist der Wohlstand in Deutschland, den ihr damit erschafft, indem ihr Kinder und Jugendliche in Deutschland foerdert und unterstuetzt – unser aller Gemeinsame Kinder.

Über monstermaschine

Blogger, Diplom-Ingenieur, TU, Raumfahrttechnik, Embedded Systems, Mitglied VDI, DGLR

4 Antworten zu “Der Wirtschaftsfaktor der Alleinerziehung

  1. Pia L. ⋅

    Schöner Artikel!
    Was mir leider gänzlich darin fehlt, ist die Berücksichtigung des Umstandes, dass (ständige) Vollbeschäftigung in Deutschland (insbesondere im Niedriglohnsektor, in dem sich vor allem auch junge Alleinerziehende wiederfinden) zunehmend unmöglich ist. Und welche Nebenwirkungen und (in der Erziehung nicht zu unterschätzende) Vorbildwirkung hat all das auf die Kinder!
    Auch diese Aspekte und die daraus abzuleitenden Faktoren ins Visier genommen, geht die Rechnung wohl doch nicht so einfach auf.
    Aber die Idee mit dem Kaffee ist schon ein guter Anfang des Weges in eine richtige, weil menschlich-gesunde Richtung!😉

    • Ja, mein Bekannter ist von Beruf eben leider nur Buchhalter und sieht die reinen Zahlen.. Er kennt sich als fremder Reisender mit den speziellen Problemen auf dem Deutschen Arbeitsmarkt natuerlich auch nicht besonders aus. Aber ich fand schon interessant, dass man seiner Ueberschlagsrechnung nach die alleinerziehenden Familien nur mit Gold aufwiegen kann.

  2. Christin Schütt ⋅

    Klasse Artikel, macht Mut auch als nicht mehr ganz so junge Singlemutter.

    Grüße Christin

  3. Jensi ⋅

    Danke, endlich mal ein Artikel, der das Thema mal nicht nur oberflächlich oder populistisch betrachtet, sondern unvoreingenommen Untersucht und danach argumentiert. Warum Alleinerziehende keine Lobby haben ist übrigens klar.

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