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Flaechenverteilung der Erde

– Wie viele Menschen koennte die Erde nach dem heutigen Stand der Technik maximal ernaehren?

Heute las ich in der Zeitung einen Artikel, in dem der Autor seine Ansicht vertrat, dass oekologisch angebaute Lebensmittel den Hunger in der Welt noch vergroessern wuerden, weil sie vor allem durch fehlenden Stickstoffduenger bis zu 30% weniger Ertrag braechten. Da – so seine einleitende Grundannahme – ja bereits ein Drittel der Erdoberflaeche fuer Landwirtschaft genutzt wuerden, bestuende wohl kaum mehr Spielraum fuer solch eine Verschwendung.

Ich wurde gleich am Anfang stutzig. Hatte ich nicht irgendwo gelesen, dass ueber 70% der Erdoberflaeche aus Ozeanen bestuenden? Ich fing an zu recherchieren, wie die Erde flaechenmaessig verteilt ist:

Die Klimazonen der Erde: weiss = Eiswueste, magenta = boreal (Permafrost), gruen = warm-gemaessigt, gelb = subtropisch, altrosa = tropisch

Mio qkm Prozent von Fläche Erde Prozent von Fläche Land
Fläche Erde 510 100.00%
Fläche Ozeane 361 70.78%
Fläche Land 149 29.22% 100.00%
Eiswueste 15 2.94% 10.07%
Wüste 15 2.94% 10.07%
Unbesiedelte Steppen warm/kalt 10 1.96% 6.71%
Borealer Wald 15 2.94% 10.07%
Tropischer Wald 16 3.14% 10.74%
Sonstiger Wald 9 1.76% 6.04%
Hochgebirge ab 2000m 16 3.14% 10.74%
Seen/Flüsse 5 0.98% 3.36%
Summe nicht nutzbar 101 19.80% 67.79%
Von Menschen nutzbare Flächen:
Durch Nomaden beweidete Steppe 10 1.96% 6.71%
Grasland 25 4.90% 16.78%
Brachliegendes (ungenutztes) Ackerland 4 0.78% 2.68%
Vorindustriell genutztes Ackerland (groesstenteils Raubbau) 5 0.98% 3.36%
Industriell und postindustriell (oekologisch) genutztes Ackerland 4 0.78% 2.68%
Summe nutzbar 48 9.41% 32.21%
Kontrollsumme nutzbare + nicht nutzbare Landflaeche 149 29.22% 100.00%

Der Autor hatte natuerlich ueberhaupt nicht recherchiert, nicht einmal den Unterschied zwischen Oberflaeche und Landflaeche verstanden.

Was sagen uns diese Zahlen nun?

Stand heute:

Leider liegen heute rund 30% des moeglichen Ackerlandes (4 Mio qkm von insges. 13 Mio qkm) vollkommen ungenutzt brach.

Von dem uebrigen Ackerland werden ca. 60% vorindustriell (5 Mio qkm von 9 Mio qkm) und ohne jede botanische und (bio-)chemische Ausbildung des Landwirts sehr, sehr inneffizient genutzt und dabei zum Teil versteppt (Raubbau).

Die 25 Mio qkm des moeglichen Weidelandes bestehen vor allem aus auf den Kontinenten ausgedehnten riesigen Graslandschaften, sie sind groesstenteils unbewohnt und werden nur zu einem kleinen Teil fuer die Tierhaltung genutzt. Intensive Tierhaltung findet entweder am Rande dieser Graslandschaften mit jaehrlichem Auftrieb oder direkt in den Laendereien der Agrarregionen statt, oft in Staellen oder auf Weiden zwischen den Feldern.

Heute sind logischerweise nur die vorindustrialisierten Ackerlaender und die industriell und postindustriell besiedelten Ackerlaender der Erde dicht besiedelt. Dicht besiedelt heisst, hier gibt es Doerfer, Staedte und Infrastruktur. Dies sind insgesamt 9 Mio qkm und damit knapp 2% der Erdoberflaeche oder knapp 7% der Landoberflaeche der Erde. In ihren Zentren befinden sich die grossen Metropolen der Erde, die in erster Linie von diesen Ackerlaendern mit Nahrungsmitteln versorgt werden.

Gegen alle Vorurteile, Fakt ist: Die Erde ist auch heute noch ein sehr einsamer Ort. Man muss oft lange Wege zuruecklegen um ueberhaupt auf menschliche Siedlungen zu stossen. Wer in dichtbesiedelten Regionen lebt, kann sich dies ohne weiteres nur schwer vorstellen.

Stand morgen:

Angenommen das Wachstum der Menschheit geht weiter und alle Menschen wollen ernaehrt werden und in Wohlstand, Bildung und Technisierung leben. Woher sollen die Nahrungsmittel kommen. Ich moechte hier keine Details aus den Agrarwissenschaften diskutieren sondern nur ganz grob „einen Weg des geringsten Widerstandes“ bilanzieren. Sicherlich koennte man unter Beruecksichtigung moderner Erkenntnisse im Detail die Effizienz der Nahrungsmittelproduktion noch wesentlich weiter steigern. Ich moechte aber ganz bewusst auf dem Stand der Technik und Agrarwissenschaft von 2012 hochrechnen. Ich gehe bei der Bestimmung der Jahreszahlen von einem Wachstum der Menschheit aus mit  einer anfaenglichen Verdoppelung der Population in 50 Jahren mit einem spaeteren Abfall der Wachstumsrate.

  • Die Erschliessung der brachliegenden Ackerflaechen bis ca. 2060. Erst einmal werden sicherlich die brachliegenden Ackerlaender bebaut werden. Sollten sie mit modernen Anbaumethoden bebaut werden, wuerden sie ungefaehr den gleichen Ertrag bringen wie die bereits modern genutzen Flaechen von 4 Mio qkm und mindestens den dreifachen Ertrag der 5 Mio qkm im Raubbau genutzten Flaechen. Diese 5 Mio qkm ernaehren heute ca. 2,6 Milliarden Menschen. Die uebrigen ca. 4,4 Milliarden Menschen ernaehren sich von den 4 Mio qkm modern bewirtschafteten Ackerlandes. Hierbei gibt es eine bekannte Diskrepanz. Da diese modern genutzen Flaechen mindestens den dreifachen Ertrag bringen, muessten sie eigentlich mindestens 7,8 Milliarden Menschen ernaehren koennen und nicht nur 4,4 Milliarden. Ein grosser Teil dieser industriell hergestellten landwirtschaflichen Produkte sind aber Futtermittel, Rohstoffe fuer die verarbeitende Industrie und neuerdings auch Brennstoffe fuer die Energiebereitstellung. Man koennte also bei Einbehaltung dieser Diskrepanz mindestens weitere 4,4 Milliarden Menschen mit der Nutzung bisher brach liegender Ackerlaender ernaehren. Heute leben 7 Milliarden Menschen auf der Erde, die mehr oder weniger gut ernaehrt werden, dann waeren es 11,4 Milliarden Menschen, von denen die Neuzugaenge hervorragend ernaehrt wuerden. Die dicht besiedelte Flaeche der Erde wird ebenfalls um diese 4 Mio qkm von heute 9 auf 13 Mio qkm ansteigen.

Weltbevoelkerung um 2050

  • Die Landreformen bis ca. 2100. Das Deutsche Vorbild. Als naechstes wuerden die in einfachsten Verhaeltnissen lebenden Bauern durch Strukturreformen ihre Anbaumethoden aendern muessen. Das waere ein globaler politischer Prozess ueber Jahre, der sicherlich nicht ohne Ungerechtigkeit, Zwangsenteignungunge und Verelendung in den vor allem betroffenen Laendern passieren wird, vielleicht kaeme es sogar zu neuen Buergerkriegen. Wir werden nicht viel dagegen tun koennen. Denn wenn der Bedarf nach Flaechenintensivierung aufkommt, werden die Regierungen der betroffenen Laender dies konsequent tun, so wie es auch hier in Mitteleuropa einst geschah. Der Ertrag stiege bei diesen – nun zum ersten mal modern bewirtschafteten 5 Mio qkm – um mindestens das Dreifache (plus 200%, wer sich mit Agrarwissenschaften auskennt, weiss dass dies erst einmal niedrig angesetzt ist [4]). Danach koennten diese Laenderreien statt insgesamt 2,6 Milliarden Menschen mindestens 5,5 Milliarden Menschen ernaehren, wenn sie nun aehnlich bewirtschaftet wuerden (mit der selben Diskrepanz) wie die heutigen intensiv bewirtschafteten 4 Mio qkm. Dies waeren zusaetzliche 2,9 Milliarden Menschen, die vorigen 2,6 Milliarden Menschen wuerden (nach einer unberechenbaren Uebergangszeit) nun auch aehnlich ernaehrt sein wie Europaer oder Amerikaner. Insgesamt koennten nun alle genutzten Agrargebiete der Erde sehr verschwenderisch (Futtermittel, Rohstoffe, Treibstoffe) 14,3 Milliarden Menschen ernaehren.
  • Die Ausbreitung der Menschheit in die unbewohnten Graslandschaften der Erde bis 2400. Das Amerikanische Vorbild. Nun wuerde fuer laengere Zeit eine Epoche des Wohlstandes auf der Erde herrschen, waehrend sich die Menschheit weiter auf der Erde ausbreitet. Die heute fast unbesiedelten, relativ fruchtbaren, riesigen Weidelandflaechen der Kontinente wuerden zu Ackerlandflaechen mit dichter Besiedelung umgewandelt werden. Dies ist ein langwieriger und schwieriger Prozess, der jahrhundertelanger Infrastrukturmassnahmen bedarf. Aus 13 Mio qkm Ackerland, das bisher 14,3 Milliarden Menschen im Ueberfluss ernaehrte, wuerden mit der Zeit durch 25 Mio qkm hinzukommende relativ fruchtbare Graslandschaften insgesamt 38 Mio qkm von Menschen dicht besiedelter Gebiete, die nun 41,8 Milliarden Menschen im Ueberfluss (nach heutigen Masstaeben) ernaehren koennten. Spaetestens jetzt wuerde sich die Menschheit wieder in einer aehnlichen Situation wie heute befinden, die Handlungsbedarf erfordert. Von nun an koennte kein Ackerland mehr durch Ausbreitung in fruchtbare Regionen hinzugewonnen werden. Natuerlich gaebe es im Jahre 2400 keinen wilden Westen, keine Pampas und keine Serengeti mehr, zumindest in ihrer heutigen Form. Das waeren zu erbringende schwere Opfer und es sind nur die bekanntesten Graslandschaften der Erde, auch alle unbekannteren Graslandschaften (z.B. auch die wunderschoenen riesigen Weiten Suedafrikas) wuerden fuer die Ausbreitung der Menschheit auf der Erde nach dem „Gesetz des geringsten Widerstandes“ primaer in fruchtbares Weideland umgewandelt. 41,8 Milliarden Menschen wuerden nun 7,5% der Erde oder 25% der Landflaeche der Erde dicht besiedeln.
  • Intensivierung der Landwirtschaft durch Bewaesserungsmassnahmen bis ca. 2600. Anstatt nun die landwirtschaftliche Produktion auf reine Nahrungsmittel umzustellen, weg von den Futtermitteln, um mehr Lebensmittel fuer mehr Menschen zu erzeugen gibt es noch andere Moeglichkeiten, die Nahrungsmittelproduktion global zu erhoehen. Zum ersten Bewaesserungsmassnahmen. Das konsequente Bewaessern aller Agrarflaechen der Erde wuerde den Ertrag wahrscheinlich um weitere 50% [2] erhoehen. Diese Ertragssteigerung ist neben der Vermeidung von Trockenperioden und Duerren vor allem durch die im feuchten Boden wesentlich effektivere Naehrstoffversorgung der Pflanzen zu begruenden. Damit koennte man auf einer nach heutigen Masstaeben dicht besiedelten Flaeche von 38 Mio qkm dann bei gleichbleibendem hohen Wohlstand eine Erdbevoelkerung von 62,7 Milliarden Menschen ernaehren. Diese 62,7 Milliarden Menschen wuerden weiterhin 7,5% der Erde oder 25% der Landflaeche der Erde dicht besiedeln.
  • Dichte Besiedelung der Trockensteppen bis ca. 2800. Das Israelische Vorbild. Nachdem die Techniken breit angelegter Bewaesserungsmethoden beherrscht wuerden, koennte man die Urbarmachung der Trockensteppen (nicht der Wuesten) der Erde, die ungefaehr die Haelfte aller besiedelten und unbesiedelten Steppen ausmachen, nun zum ersten Mal sinnvoll angehen. Die Kaeltesteppen entfielen, denn aufgrund ihrer Permafrostboeden ist eine Urbarmachung sehr schwierig bis unmoeglich. Es kaemen nochmals 10 Mio qkm dicht besiedelter Gebiete mit intensiver Landwirtschaft hinzu und die dicht bewohnte Landflaeche der Erde stiege von 38 Mio qkm auf 48 Mio qkm und eine in heutigem Wohlstand ernaehrte Erdbevoelkerung von 79,2 Milliarden Menschen. Diese wuerden 9,5% der Erde oder 33% der Landflaeche der Erde dicht besiedeln. Der Preis, den es diesmal zu zahlen gaebe waere mindestens, dass es nun keine weiten Trockensteppen mehr gaebe fuer das Auge des Wanderers und fuer schoene Reisereportagen. Nun waere saemtliches potentielles Ackerland, Stand 2012, saemtliches potentielles Weideland, und die Haelfte aller heutigen Steppen von der Menschheit im Jahre 2800 dicht besiedelt. Ein Stand von dem komischerweise viele Journalisten, Publizisten und leider auch Politiker glauben, er wuerde bereits jetzt im Jahre 2012 vorliegen. Ich weiss nicht warum diese Legende sich durchgesetzt hat. Wenn dies spuerbar so waere, muessten auf der Erde jedoch im Jahr 2012 mindestens 70 Milliarden Menschen, also die zehnfache Zahl von Menschen leben.
  • Allmaehliche Umwandlung der Anbauflaechen zu Treibhausern bis ca. 4400. Das Niederlaendische Vorbild. In [3] heisst es. „Obwohl die innovative Gewächshaus-Lösung mit 4 Millionen Euro pro Anlage erheblich teurer ist als konventionelle Gewächshäuser, sprechen die Vorteile für sich: So lässt sich auf einem Bruchteil der Anbaubaufläche eine Ertragssteigerung von bis zu 500 Prozent erzielen, der Bewässerungsbedarf sinkt um 50 Prozent und es ist kein fruchtbarer Boden nötig, da die Lösung auch als Hydrokultur funktioniert.“ Wenn wir die Vorteile der Hydrokultur und der Bewaesserungseinsparung beiseite lassen, koennte die Menschheit, wenn sie sich im Jahre 2800 entschliesse, von nun an alle landwirtschaftlich genutzten Flaechen unter Glas zu stellen und die Pflanzen darin optimal mit CO2 zu versorgen, den Ertrag um das Sechsfache pro Hektar gegenueber der heutigen modernen Landwirtschaft steigern. Der wichtigste Vorteil eines Treibhauses ist neben der Klimaregelung der erhoehte CO2-Anteil, denn fuer die Pflanzen herrscht staendiger CO2-Mangel. Je mehr CO2 sie bekommen, um so besser und schneller koennen sie wachsen. Ein Effekt den sich die Niederlaendischen Gemuesbauern schon seit Jahrzehnten wirtschaftlich zu Nutze gemacht haben. Teilweise sind die CO2-Konzentrationen in Treibhaeusern sogar fuer Menschen gesundheitsschaedlich bis letal, so dass sie waehrend der Wachstumsperioden nur mit Atemmasken zu betreten sind. Dann laesst sich der Ertrag sogar noch um viel mehr als um 500% steigern. Wir wollen hier aber nicht solche Extremfaelle der Treibhauskultur betrachten. Unsere Treibhaeuser blieben jederzeit ungeschuetzt betretbar. Kurzum, mit einer weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft durch Treibhauskulturen koennte die Menschheit auf der Erde mit dem heutigen Stand der Technik und ohne Beruecksichtigung der wissenschaftlichen Moeglichkeiten der kommenden Jahrhunderte nur durch erhoehte CO2-Zufuhr der Pflanzen erstaunliche 480 Milliarden Menschen ernaehren. Innerhalb von ca. 1600 Jahren wuerden alle Agrarflaechen zwischen 2800 und 4400 a.D. jeweils mit den Anforderungen an die Ernaehrungslage allmaehlich verglast.

Niederlaendische Treibhaeuser

  • Reduktion von Tierfutter- und Rohstoffproduktion in der Landwirtschaft bis 4800. Bis die Menschheit im Jahre 4400 bei weiteren Wachstum eine Bevoelkerungszahl von 480 Milliarden Menschen erreicht haette, duerften die Moeglichkeiten der Nutzung der Weltmeere und des Weltraums soweit ausgebaut sein, dass eine Nutzung kostbarer Nahrung zu Tierfutter-, Rohstoff- und Brennstoffherstellung sicherlich aus einer grossen Auswahl technischer Moeglichkeiten oder sogar ethischen Ueberlegungen heraus ueberholt waere. Dann koennte man vom Jahr 4400 an allmaehlich endlich die gesamte Lebensmittelproduktion zur Ernaehrung von Menschen nutzen. Wenn diese weiter im selben Ueberfluss wie waehrend der gesamten vergangenen Jahrtausende leben wuerden, nur etwas vegetarischer als heute, wuerde die Menge der Lebensmittel aus dem Pflanzenbau sich nochmal um mindestens 50% erhoehen. Damit koennte die Erde dann 720 Milliarden Menschen sehr gut ernaehren. Dies waere im Jahre 4800 und wie gesagt habe ich bisher nur folgende Methoden der Produktionserhoehung zurueckgegriffen: Erschliessung von ungenutztem Ackerland, Landreformen, Erschliessung der Graslandschaften und Trockensteppen der Erde, Bewaesserung, Treibhaeuser, Nahrungsumstellung auf mehr vegetarische Kost. Ich habe bewusst auf moegliche futuristische Ideen einer zukuenftigen Landwirtschaft verzichtet. Die Menschheit wuerde weiterhin nur 9,5% der Erde oder 33% der Landflaeche der Erde dicht besiedeln. Natuerlich waere jedes Dorf zu einer stattlichen Stadt herangewachsen und Tiefbau wie Hochbau haetten eine Reife erreicht, die wir uns nicht vorstellen koennen, dazwischen diese unendlichen Felder aus Glas..

Ich fasse die Ergebnisse noch einmal kurz zusammen. Mit der Erschliessung des heute brachliegenden Ackerlandes mit gaengigen industriellen Landwirtschaftsmethoden, kann die Erde innerhalb weniger Jahre bis zu 11 Milliarden Menschen ernaehren, als naechstes bedarf es einer Landreform der meisten Ackerflaechen, die heute noch uneffektiv, mittelalterlich im Raubbau bewirtschaftet werden, um 14 Milliarden Menschen ernaehren zu koennen. Die Landflaechen der Erde bestehen zu grossen Teilen aus riesigen, unbewohnten Graslandschaften; eine Ausbreitung der Menschheit in diese Regionen und Urbarmachung wird die Flaeche des heutigen Ackerlandes maximal verdreifachen und die Erde kann dann 42 Milliarden Menschen ernaehren. Um das 24. Jahrhundert wird die Erde so 42 Milliarden Menschen mit den klassischen Methoden der Landwirtschaft wie Fruchtwechseln, Stickstoffduengung, Pflanzenschutz ernaehren koennen.

Eine konsequente Bewaesserung aller Ackerflaechen wuerde auf der selben Flaeche insgesamt bis zu 61 Milliarden Menschen Nahrung geben. Eine Urbarmachung von etwa der Haelfte aller Trockensteppen und industrieller Bewirtschaftung mit Bewaesserung wuerde dies Zahl auf maximal 79 Milliarden Menschen erhoehen. Diese 79 Milliarden Menschen werden um das 28. Jahrhundert ernaehrt werden koennen.

Mit heute ueblicher Treibhaustechnik und der langsamen Umwandlung aller Ackerflaechen ueber eineinhalb Jahrtausende kann die Erde bis in das 44. Jahrhundert 480 Milliarden Menschen ernaehren. Durch eine Umstellung der Nahrung auf vegetarische Kost ueber vier Jahrhunderte koennte die Menschheit im 48. Jahrhundert auf der Erde somit mit den heute zur Verfuegung stehenden Techniken der Landwirtschaft bis zu 720 Milliarden Menschen ernaehren.

Eine Weiterentwicklung der Landwirtschaft in den naechsten Jahrhunderten ist in dieser Abschaetzung nicht beruecksichtigt. Zur Zeit werden z.B. weltweit Treibhaus-Hochbauten entwickelt, in denen sich Hydrokulturen in verschiedenen Etagen befinden, um jeden einfallenden Sonnenstrahl optimal zu nutzen. Dies ist ein ganz aehnlicher Mechanismus, wie ihn der tropische Regenwald mit seiner Etagenstaffelung der Vegetation nutzt. Auch eine fuer Menschen zwar toxische, fuer Pflanzen aber ideale CO2-Zufuhr in den Treibhausanlagen, ist eine weitere Option zur massiven Ertragssteigerung, die bereits entwickelt ist, fuer die es aber bisher keinen Bedarf gibt.

Die Reihenfolge der konservativen ertragssteigernden Massnahmen, die ich in der Liste erklaert habe, laesst sich uebrigens beliebig variieren. Auch koennten modernste noch in Entwicklung befindliche Methoden der Landwirtschaft (natuerlich auch zukuenftige, heute noch nicht entdeckte Methoden) jederzeit als Faktoren einfliessen und so die maximal moegliche Gesamtzahl zu ernaehrender Menschen auf der Erde weit ueber die tausend Milliarden Grenze steigen lassen oder den Flaechenbedarf kleinerer Populationen drastisch reduzieren. Aber mir ging es in meinem Text einzig und allein darum zu zeigen, dass auch die heutigen, allesamt mindestens seit 40 Jahren genutzten Standarttechniken der Landwirtschaft problemlos zu erstaunlich hohen Zahlen im viele hundert Milliarden Bereich faehig sind, und die Erde dabei immer noch nur zu rund einem Drittel der Landflaeche besiedelt ist.

Ob wir mit zukuenftigen Technik Billionen Menschen auf der Erde ernaehren wollen, oder mit neuen Faktoren lieber Teile unserer wunderbaren Graslandschaften und Trockensteppen auf der Erde bewahren, indem wir den Ertrag pro Flaeche weiter erhoehen, sollten wir uns bis dahin gut ueberlegen. Wir haben aber viel mehr Zeit zu reagieren, als es manchmal erscheint, weil sich alle besprochenen Entwicklungen ueber Jahrhunderte bis Jahrtausende hinziehen. Land zu erschliessen, zu bebauen und dabei die Fruchtbarkeit mit der Zeit zu steigern, ist ein langwieriger Prozess ueber viele Generationen. Trivialerweise kann die Bevoelkerungszahl auf der Erde nicht schneller steigen als ihre Landwirtschaftsproduktion.

[1] Anzahl der Kleinstbauernhoefe: http://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichtes/baeuerliche-und-industrielle-landwirtschaft.html

[2] Wasser und landwirtschaftliche Ertraege: http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2009/wasser-sammeln-und-speichern-steigert-landwirtschaftliche-ertraege

[3] Oekologische Gewaechshaeuser: http://www.adlershof.de/newsview/article/oekologische-gewaechshaeuser-mit-durchblick/?no_cache=1&cHash=2209e293f41e5a19a7f11956e77dc34c

[4] Stickstoffduengung: http://www.presseportal.de/pm/29845/2220498/stickstoffduengung-sichert-brot-fuer-51-millionen-bundesbuerger

Über monstermaschine

Blogger, Diplom-Ingenieur, TU, Raumfahrttechnik, Embedded Systems, Mitglied VDI, DGLR

16 Antworten zu “Flaechenverteilung der Erde

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  2. Luisa Schmidt ⋅

    wenn alle Menschen Veganer wären, gäbe es keinen Hunger auf der Welt. wir verfüttern 16 Kilo Weizen an Rinder für 1 Kilo Fleisch? das ist unmoralisch, nicht effizient und nicht ökologisch! mach dir darüber Gedanken!

    • In meinem Szenario habe ich versucht jede Art von Idealismus oder Doktrin der Veganer, Vegetarier, politischen Oekologen, und anderen politisch-gesellschaftlichen Gruppen, die sich mit dem Thema Welternaehrung beschaeftigen, ganz gezielt beiseite zu lassen. Ich bin davon ausgegangen, das sich die Menschheit heute einfach weiter (denn das passiert ja messbar) und ebenfalls in den naechsten Jahrtausenden (wie in den letzten) auf der heute noch (zumindest den Zahlen nach) ziemlich unbewohnten Erde ausbreitet. Ich wollte einen Weg des geringsten Widerstandes fuer die Nahrungsproduktion der Menschheit in den naechsten Jahrtausenden aufzeigen. Ich denke, dass ein idealistischer Ansatz mit globaler Zwangsnahrungsumstellung immer auf extrem grossen Widerstand der gegen ihren Willen Gezwungenen stossen wuerde, deshalb habe ich eine Nahrungsumstellung erst am Ende als letzten Schritt als „mehr vegetarische Kost“ angedeutet, in der Hoffnung nach einigen tausend Jahren koennte das Bewusstsein der Menschheit soweit gediehen sein, das die meisten dies freiwillig aus eigenem Wunsch taeten, um mit ihrem Nahrungsverhalten vielleicht Nahrungsmittel fuer noch mehr Menschen auf der Erde zur Verfuegung zu stellen. Vielleicht weil sie mehr als zwei Kinder pro Paar haben wollten? Das waere zumindest eine denkbare Motivation.

      Liebe Luisa, auch wenn alle Menschen Veganer waeren, gaebe es Hunger auf der Welt. Naemlich immer dann, wenn die Population ueberdurchschnittlich zunaehme oder die Ernte unterdurchschnittlich schlecht waere oder zu wenig angebaut worden waere oder natuerliche Einfluesse (Umweltkatastrophen) oder menschliche Einfluesse (Kriege) die Ernte verringert haetten. Gerade in der Landwirtschaft herrscht ein unmittelbares Angebot- und Nachfrageprinzip. Schliesslich sind die Waren ja verderblich.

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  4. mr. nemo ⋅

    Die Möglichkeit einer Erde mit 1000 Milliarden Menschen hat Cesare Marchetti schon anno 1979 untersucht. Er kommt zu dem Ergebnis, dass sogar 90% der Biosphäre vergleichsweise ungestört von dieser Menschheit sein kann. Die Betrachtung bleibt allerdings abstrakt, ohne Angabe des Transformationsprozesses.
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001304
    (Heinz Horeis: „Alles Tera, oder was? Eine Billion Menschen auf der Erde.“ Novo Argumente, 2013)
    LG

    • Na, das passt ja, ich kam mit meinen ganz einfachen Berechnungen ueber nutzbare Landflaechen, typische Ertraege von heutigen Treibhauskulturen, und einer moeglichen allmaehlichen Entwicklung ganz unabhaengig, auf 480 Milliarden bzw. 720 Milliarden bei 9,5% Flaechenverbrauch auf der Erde. Wenn man dann noch wie Marchetti Atomkraft aufschaltet, kann man sicherlich den Ertrag durch taghelle naechtliche Beleuchtung der Felder auf genug fuer mehr als 1000 Milliarden Menschen erhoehen. Aber das wollte ich in meinem Szenario nicht, weil die Naechte dann so sternlos waeren.

      • mr. nemo ⋅

        Kein Verzicht auf Sternlicht nötig! (Kann man in heutigen Grossstädten Sterne sehen?) Es wäre Verschwendung, wenn das Kunstlicht nach oben strahlt (50% Verlust!). Das sollte sich durch Spiegel o.ä. regeln lassen. Insgesamt kann man es architektonisch (Manchetti denkt an Riesenstädte) sicher so einrichten, dass die Nahrungsproduktion „unten“ stattfindet, und sich die Menschen „oben“ aufhalten und ihren Blick von auf 1000 oder mehr Höhenmetern befindlichen Plattformen in den Himmel ohne Lichtverseuchung geniessen können (je höher, desto weniger durch atmosphärisches Flackern beeinträchtigt). Evtl. müssten die Bewohner eine entsprechende Petition einbringen. — N.B. Die eigentliche Frage solcher Tera-Human-Szenarien scheint mir die der politischen Organisation zu sein. Geht das im Rahmen des Kapitalismus? Lässt sich das irgendwie „demokratisch“ bewerkstelligen? Was könnte „Demokratie der 1000 Milliarden“ bedeuten?

        * * *

        Wenn wir schon Kernkraft haben, dann fliegen wir doch sicher auch regelmässig zum Mond und gucken uns die Sterne von dessen Rückseite an (ohne störendes Erdenlicht!). Wasser zum Betrieb von Mondbasen ist offenbar vorhanden (Sean Collins: „Warum uns das Wasser auf dem Mond schnuppe ist „. Novo Argumente, 2010).
        http://www.novo-argumente.com/magazin.php/archiv/novo107_42

        Kernkraft: Wir nehmen mal an, dass auch hier innovative Technologien angewendet werden, die die Probleme der heutigen, wie Unfälle oder Endlagerung, vermeidet (Peter Heller: „Thorium – Der Brennstoff der Zukunft.“ Novo Argumente 2011).
        http://www.novo-argumente.com/magazin.php/archiv/novo112_77

        Eins ist mal sicher: Im gegenwärtigen politischen Diskurs fehlt die radikale Vision, die sich über das idiotische Tagesgeschäft erhebt. Auch sicher ist: Schon jetzt gibt es jede Menge Ideen, wie Engpässe aller Art überwunden werden können. Stimmt optimistisch. — Gratulation zu diesem Blog!

  5. Interessierte ⋅

    Und du bist sicher das rosa (obere Abbildung) tropisch ist? Wusste gar nicht das Norwegen, Schweden, Finnland, etc. tropisch sind. Ich finde es dort durchschnittlich doch eher kühl.

  6. skifreak ⋅

    Bei dem zur Verfügung stehenden Flächenpotenzial für die Landwirtschaft ist die Topographie mit zu berücksichtigen. Der größte Teil der Landfläche auf der Erde ist uneben und daher für Intensivlandwirtschaft nach den gängigen Anbaumethoden nicht geeignet, vor allem wegen der Erosionsgefahr. Mit einem digitalen Höhenmodell und der entsprechenden Software lässt sich für alle Landflächen der Erde die lokale Hangneigung berechnen. Die Flächen die zu steil sind solltest Du schon mal von den Potenzialflächen abziehen, dann wäre das Potenzial in Bezug auf die zukünftige Bevölkerung geringer.
    Auch sind azonale Klimate der Bergländer zu berücksichtigen – da ist es schlichtweg zu kalt oder der Wind bläst zu stark dass da was wachsen würde, auch hat sich nur unzureichend Boden entwickeln können. Hochlagen ab einer bestimmten Meereshöhe sind daher auch vom landwirtschaftlichen Potential abzuziehen. Natürlich gestaffelt nach geographischer Breite, in den höheren Breiten liegt die Grenze niedriger und dort dürfte es insgesamt zu den größten Abzügen kommen.
    Was in Deinen Berechnungen insgesamt nicht zum Tragen kommt, ist die Berücksichtigung alternativer Anbaumethoden, die von der „industriellen Norm“ abweichen. Z. B. Almwirtschaft, extensive Weidewirtschaft oder Reisfeld-Terrassenbau, die Millionen Menschen ernähren, wo aber industrielle Techniken wie im Tiefland der gemäßigten Breiten nicht anwendbar sind. Diese pauschal als „vorindustriell“ zu bezeichnen und vorindustriell mit „Raubbau“ gleichzusetzen, halte ich für einen schweren Denkfehler. Denn gerade die vorindustrielle Subsistenzwirtschaft, so wenig Menschen sie auch ernähren kann, ist eindeutig nachhaltiger als die 1:1 Übertragung moderner Methoden (der gemäßigten Breiten) auf andere Ökosysteme (z. B. die Tropen). Ganz im Gegenteil, es sind gerade die industriellen Intensivmethoden, die zum Raubbau an der Natur führen: zu Waldrodungen, Auslaugung der Böden, was durch massiven Kunstdüngereinsatz kompensiert werden muss, und übermäßigem Pestizideinsatz um krankheitsanfällige Monokulturen „gesund“ zu halten. Die moderne Landwirtschaft hat dort, wo sie gescheitert ist, viel „Ödland“ zurückgelassen, wo vorher funktionierende Subsistenzwirtschaft betrieben wurde.
    Dumm ist auch, dass tropische Böden gar nicht so fruchtbar sind, wie z. B. Lößböden der nördlichen Hemisphäre. Man kann nicht alle „Freiflächen“ der Erde über einen Kamm scheren bei einer Tragfähigkeitsanalyse, ohne die Bodenbeschaffenheit zu berücksichtigen. Trotzt technischer Maßnahmen wird es weiterhin sehr ertragreiche und ertragsarme Böden geben. Dann wäre noch das lokale Klima zu berücksichtigen. Die unbesiedelten Graslandschaften sind in kontinentaler Lage und damit großen Temperaturschwankungen, starken Winden und Frösten ausgesetzt, außerdem sind sie sehr trocken. Versuche, diese Flächen ohne Bewässerung in Ackerland umzuwandeln, sind in den USA in den 1930er-Jahren kläglich gescheitert, siehe „Dust Bowls“ – die Folge waren Ernteausfälle, Dürre und Desertifikation. Das ganze geht nur mit intensiver Bewässerung, da der Wind sonst die trockene Ackerkrume fortbläst, und irgendwo muss das Wasser auch herkommen. Aquifere anzuzapfen, deren Wasservorrat auch nicht unerschöpflich ist, kann keine dauerhafte Lösung sein. Dann doch lieber extensive Weidewirtschaft, als die Gebiete völlig ungenutzt zu lassen. Auch wenn das „vorindustriell“ ist, ein „Raubbau“ ist das ganz bestimmt nicht.
    Wie schon aus Deinen Untersuchungen hervorgeht, ist die Fläche wohl nicht der limitierende Faktor einer landwirtschaftlichen Expansion, die für ein Bevölkerungswachstum nötig wäre. Die limitierenden Faktoren kommen von ganz woanders her, in meinen Augen z. B. das Erdöl. Solange die technisierte Landwirtschaft auf Unmengen Diesel angewiesen ist, ist ihre weltweite Ausdehnbarkeit begrenzt. Und wir sollten uns davor hüten, unsere eigene technisierte Landwirtschaft der gemäßigten Breiten wahllos auf alle anderen Erdgegenden übertragen zu wollen. Stattdessen sind für jede Klimazone eigene Bewirtschaftungsmethoden zu entwickeln, die die jeweiligen klimatischen und Boden-Verhältnisse berücksichtigen und bestmöglich zur effektiven Nahrungsmittelproduktion ausnutzen. Dabei kann auch das Wissen der lokalen Bevölkerung sehr nützlich sein, wir sollten uns nur nicht für überlegen und allwissend halten.

  7. anjaseidl

    Hallo, ich beschäftige mich mit dem Thema… wir wollen ein Theaterstück entwickeln. Aliens kommen auf die Erde und die Menschen sind nicht (mehr) da. Ausgestorben,
    verreist? Die Jugendlichen rätseln, wie es passieren konnte. Langsam werden sie an Themen wie Welternährung, Landnutzung, Energienutzung, Flächennutzungsplan herangeführt. Dieser Blog hat mich aufgeklärt. Jedoch habe ich noch fragen zur Hochrechnung. Bereits heute werden weltweit Lebensmittel auf verseuchten Böden angebaut. Die Verseuchung der Boden wird zunehmen, der Anteil der für Futtermittel und Energieherstellung und Bebauung verwendete Boden wird wachsen, der Anteil, der „gesunden“ Böden wird schrumpfen. Nicht verstanden habe ich, warum nicht ausreichend Stickstoff,Dünger vorhanden ist. Worum geht es hier?

    • Hallo anjaseidl, vielen Dank fuer Deinen Kommentar. So war er gedacht: mir Fakten und Zahlen eine neue Diskussionsbasis zu schaffen. Es wird nicht einfach sein und Du sprichst ganz richtig viele Probleme an. Aber Probleme kann man loesen, wenn es die mathematischen Rahmenbedingungen zulassen (in diesem Fall besonders das zur Verfuegung stehende unbewirtschaftete Land). Sollte Deine letzte Frage auf Stickkstoffduengung bezogen sein, so wuerde ich vermuten: um die ultimative Grenze des Haber-Bosch-Verfahrens. Wenn Deine letzte Frage auf meinen Blog bezogen sein sollte: um Humanismus und eine Emanzipation von Technik. Alle Technik ist maechtig und ist ebenso furchtbar wie segenbringend. Entscheidend ist nur, wessen verlaengerter Arm sie ist. Das Haber-Bosch-Verfahren ist ein gutes Beispiel dafuer. Also, lasst uns Menschen werden, dass wir mit Technik Gutes tun.

  8. Prof. Dr. Manfred Schrey ⋅

    Ich hatte den Eindruck, dass die Bäume und Pflanzen in meinem Garten heute schneller wachsen als noch vor 20 Jahren. Auf der Bundesgartenschau in Koblenz fragte ich zwei Förster, ob sie auch diesen Eindruck hätten. Sie antworteten:“ Ja, das stimmt. Ist wissenschaftlich bewiesen.“
    1986 hat Frau Chrisholm, eine amerikanische Wissenschaftlerin, im südlichen Nordatlantik eine mikro-Alge entdeckt: Prochlorococcus, diese Alge lebt zwischen 40° Nord und 40° südlicher Breite in den Ozeanen in unvorstellbaren Mengen. Sie nimmt wie jede Pflanze CO2 aus der Luft auf und gibt O2 an die Atmosphere wieder ab. Sie produziert 9 mal mehr Sauerstoff als alle Wälder der Erde. Sollte der Ozean wärmer werden, wird sich Prochlorococcus weiter nach Norden (bzw. nach Süden) ausdehnen und noch mehr CO2 aus der Luft aufnehmen (oder abbauen) und Sauerstoff an die Erdatmosphäre abgeben.
    Also: Global Warming ist keine Gefahr für die Menschheit!!!

    • Flöru ⋅

      Genau Global Warming ist keine Gefahr für die Menschheit, heute sterben aber schon X in Afrika an vermehrten Dürren und Desertifikation. WIr sind da klar mitschuldig, fliegen in der Gegend rum und heizen das Klima auf, während andere 1. nicht daran teilhaben können und 2. darunter leiden.
      Zum Leitartikel habe ich nur ein Kommentar: Wenn es ja jetzt schon genug zu essen für alle gibt, dann ist jedes Kind (jeder Mensch) der an Unterernährung stirbt ein MORD !

  9. Anne ⋅

    Wie dumm nur, dass uns Phosphor ausgeht , ohne das die Landwirtschaft ganz schön dumm da steht…

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